Vorschlag: Lokale KI-Schnittstelle für SoftMaker Office

Hier kann über Nicht-Support-Themen gesprochen werden.
Antworten
mxk
Beiträge: 6
Registriert: 05.02.2005 20:08:33

Vorschlag: Lokale KI-Schnittstelle für SoftMaker Office

Beitrag von mxk »

Viele Nutzer – insbesondere in sensiblen Bereichen wie Behörden oder KMUs – möchten von KI profitieren, ohne dabei Daten in externe Cloud-Dienste hochladen zu müssen. Die Idee wäre, dass SoftMaker lediglich das Frontend und die Anbindung bereitstellt. Das eigentliche Modell und die Rechenleistung würden vom Nutzer bereitgestellt – lokal oder innerhalb der eigenen Infrastruktur.

SoftMaker Office (auch Standard, nicht nur NX) könnte eine lokale KI-Integration unterstützen, beispielsweise über:
- Ollama (lokale LLMs auf dem eigenen Rechner oder im LAN)
- OpenAI-kompatible Backends (lokale Server, Docker-Container, On-Premise-Lösungen)

Eine lokale KI-Option hätte folgende Vorteile:
- Datensicherheit: Dokumente und Daten bleiben vollständig in der eigenen Infrastruktur.
- Flexibilität: KI-Funktionen wie Textvorschläge, Übersetzungen oder Zusammenfassungen wären dennoch nutzbar.
- Abgrenzung vom Wettbewerb: Viele Anbieter setzen bisher auf Cloud-Modelle. Eine lokale KI-Schnittstelle würde SoftMaker klar als innovative Alternative positionieren.
- Keine zusätzlichen API-Kosten für SoftMaker: Die Rechenlast und Infrastruktur wird vom Nutzer bereitgestellt (z.B. eigener PC, Server, NAS, Docker). SoftMaker spart die Kosten für KI-Server oder Token-Nutzung bei externen Cloud-Anbietern.
- Auch wenn ein solches Feature vor allem Power-User und technisch versierte Nutzer anspricht, könnte es dennoch einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung der gesamten Produktlinie haben, wenn diese User eine große Öffentlichkeitswirkung haben (Multiplikatoren in Unternehmen und Behörden, Aktiv in Foren, sozialen Medien, Blogs oder Plattformen wie Reddit, Personen, die häufig Empfehlungen aussprechen: „Probiert mal SoftMaker aus, die können KI auch lokal.“)

Konkret könnte Softmaker-Office die Einrichtung einer konfigurierbare KI-Schnittstelle mit einem eigenen KI-Endpunkt unterstützen:
- Eingabe einer URL für den KI-Server (z.B. http://localhost:11434/v1/chat/completions oder eine LAN-Adresse).
- Auswahl des API-Typs (z.B. OpenAI-kompatibel).
- Optionale Authentifizierung (API-Key oder Token).
- Einstellbare Basisparameter (Modellname, maximale Tokens, Temperatur etc.).
Die bestehenden Cloud-basierten KI-Funktionen in SoftMaker Office NX könnten natürlich parallel bestehen bleiben. Die lokale KI-Option wäre einfach eine zusätzliche Möglichkeit. In der Standard-Version (ohne NX) wäre dies dann eben die einzige Möglichkeit, KI-Funktionen zu nutzen.
makeitsoft
Beiträge: 57
Registriert: 27.01.2021 19:05:25

Re: Vorschlag: Lokale KI-Schnittstelle für SoftMaker Office

Beitrag von makeitsoft »

Finde ich eine gute Idee. Angesichts der Tatsache, dass SoftMaker mit DSGVO-Konformität wirbt, ist ChatGPT vielleicht nicht die beste Wahl.

Vielleicht könnte man die KI-Funktionen auch in Plugins auslagern, die auf unterschiedliche Anbieter zugeschnitten sind, z.B. ChatGPT (aktuelle Funktion), Claude, Lumo, lokaler Anbieter. Ich könnte mir vorstellen, dass je nach Anbieter / Modell unterschiedliche Anwendungslogiken sinnvoll sind, und diese kann man dann in den Plugins abbilden.
SuperTech
SoftMaker Team
SoftMaker Team
Beiträge: 5386
Registriert: 11.03.2020 17:30:08

Re: Vorschlag: Lokale KI-Schnittstelle für SoftMaker Office

Beitrag von SuperTech »

Vielen Dank für den Vorschlag. Leider scheint dies technisch nicht machbar zu sein, sodass eine Umsetzung sehr unwahrscheinlich ist. Ich habe Ihren Verbesserungsvorschlag dennoch weitergeleitet…
mxk
Beiträge: 6
Registriert: 05.02.2005 20:08:33

Re: Vorschlag: Lokale KI-Schnittstelle für SoftMaker Office

Beitrag von mxk »

Ich verstehe das so: SoftMaker Office NX verschickt KI-Anfragen bereits heute im OpenAI-Format: ein JSON-Objekt mit Nutzertext, Modellname und Parametern, per HTTP-POST an eine feste Gegenstelle. Die Antwort kommt im gleichen Format zurück und wird ausgelesen.
Die Adresse dieser Gegenstelle ist eine URL, die derzeit fest im Programm hinterlegt ist: https://api.openai.com/v1

Die Adresse für ein lokales Ollama oder LM Studio lautet z.B.: http://localhost:11434/v1. Der Rest ist identisch. Request-Format, Antwortstruktur, Authentifizierungsweg – alles unverändert. Es unterscheidet sich ausschließlich der Host-Teil der Adresse. Daher ist mein Vorschlag, die URL nicht als Konstante im Code zu führen, sondern aus den Programmeinstellungen zu lesen.

Dazu werden in den Optionen drei Eingabefelder benötigt – Basis-URL, Modellname, optionaler API-Key – vorbelegt mit den bisherigen Werten. Wer nichts ändert, merkt keinen Unterschied. Der bestehende HTTP-Client, der JSON-Serializer, der Response-Parser und die Fehlerbehandlung bleiben vollständig erhalten. Keine neue Protokollimplementierung, kein eigenes Modell, keine Rechenleistung seitens SoftMaker. Gewünscht ist allein, dass die Zieladresse konfigurierbar statt fest verdrahtet ist. Ein geringfügig aufwändigere Stufe wäre, mehrere Endpunkte hinterlegbar und auswählbar zu machen.

Mir ist bewusst dass lokale Modelle oft vergleichsweise "schwach" ausfallen. Aber gerade im Textbereich können Sie am ehesten ihre Stärken ausspielen. Und gerade dort ist auch der Datenschutz ein größeres Problem. Ich könnte mir vorstellen, dass größere Firmen aus Datenschutzgründen in Zukunft solche einfachen Aufgaben über eigene interne KI-Server (mit auf Deutsch spezialisierten Modellen) abdecken wollen werden. Ich würde mich freuen, wenn die Einschätzung noch einmal überprüft werden könnte. Es ist klar, dass SoftMaker die Verantwortung an der API-Schnittstelle abgeben würde und die Auswahl und Installation der lokalen Modelle und Frameworks und die Sicherstellung der Antwortqualität nicht unterstützen kann.
Carsten Goellnitz
Beiträge: 288
Registriert: 31.05.2004 23:07:48
Wohnort: Hamburg

Re: Vorschlag: Lokale KI-Schnittstelle für SoftMaker Office

Beitrag von Carsten Goellnitz »

Hallo liebe Vordenker,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob es hierher passt.

Ich habe früher für Diktate oft Dragon Natural Speaking und Vorläufer seit der 'Versionsnummer 3 benutzt. Dabei habe ich viel, viel Zeit mit Lernen und Üben verbracht. Da Dragon inzwischen zu MS gehört und wohl nicht weiter entwickelt wird, habe ich mich kürzlich mit dem auf wisper basierenden Programm noScribe befasst. Ich war über die Leistung hinsichtlich Genauigkeit und Geschwindigkeit auf meinem recht betagtem ThinkCenter mit i5, 16 GB, ohne gesonderte Grafikkarte und nur einer shdd begeistert: Unterdrückung von äh und ähm usw, selbständige Zeichensetzung und fast keinen Fehler. Selbst ein mir per WhatsApp übermitteltes Geburtstagsständchen mit Gitarrenbegleitung wurde fast 100 %-ig transskribiert. - Mit ein wenig Tastaturarbeit kann ich die Texte in Textmaker übertragen und dort weiter verarbeiten. Das genügt mir fast schon; denn auch mit Dragon mache ich es so, wie es auch andere empfehlen: Text als Ganzes aufnehmen, transskribieren lassen und dann mit Formatierungen u. ä. fertig stellen.

ABER: Es wäre doch angenehmer, ein klein wenig Formatierung schon bei der Aufnahme dabei zu haben, ich denke an fett, kursiv, untersterstrichen, neuer Absatz, neue Zeile, Anführungszeichen, Doppelpunkt, Gedanken- und/oder Bindestrich ... und ein einziges deutliches Markierungszeichen für nachträglich vorzunehmende Bearbeitungen: Einrückungen, Schriftveränderung, Einfügen von Dokumenten usw. usw.

Demnächst werde ich das mit "VoicePad" einmal ausprobieren. Dort gibt es rudimentäre Formatierungsanweisungen und eine Anbindung an KI-Funktionen (deshalb mein Post hier) für Überarbeitung, Zusammenfassung, Übersetzung. Alles kostenpflichtig (relativ geringer Einmalbetrag) nur in einer vielleicht gar nicht erforderlichen Pro-Version. Und Alles OFFLINE !

So etwas, angepasst an Softmaker Office, bzw. nur an Textmaker, das wäre für mich wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.

Vielleicht denkt jemand darüber nach.
Carsten
langjähriger Gelegenheitsnutzer mit
Windows und selten mit
MacOS, Linux und Android
Antworten

Zurück zu „Sonstiges“