Es ist kein Fehler in der Software, es ist lediglich eine lästige Warnung von Debian/Ubuntu, wenn man zusätzlich die 32-Bit-Architektur ins Betriebssystem geladen hat.
Dies halte ich für eine sehr gewagte These. Die „lästige Warnung von Debian/Ubuntu“ basiert darauf, dass SoftMaker – anders als auf ihrer Webseite beschrieben – unter
https://shop.softmaker.com/repo/apt keine Pakete für die Architektur
x86_64 bereistellt. Dies geht auch aus der Fehlermeldung hervor. Warum wird in diesem Thread zweimal eine 32-Bit-Architektur hineininterpretiert, die gar nicht beschrieben war?
Noch einmal: Unter
https://www.softmaker.de/support/instal ... ffice-2024 steht ausdrücklich:
SoftMaker Office 2024 enthält eine Reihe von 64-Bit-Anwendungen, die mit 64-Bit-Linux-Distributionen (x86_64, amd64) verwendet werden können.
Die Architektur meines Systems ist:
Damit wären die Anforderungen erfüllt. Aber wo und wie sollte man denn
[…] zusätzlich die 32-Bit-Architektur ins Betriebssystem […]
laden? Wie soll das funktionieren? Und ich hatte doch bereits geschrieben, dass es selbst mit
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deb [signed-by=/etc/apt/keyrings/softmaker.gpg arch=x86_64] https://shop.softmaker.com/repo/apt stable non-free
nicht funktioniert (man beachte bitte die
64).
Fazit: Die „lästige Warnung von Debian/Ubuntu“ ist berechtigt, weil SoftMaker die versprochenen Paketquellen nicht bereitstellt. Damit sind alle Debian- und Ubuntu-Systeme, die auf der Architektur
x86_64 basieren, derzeit von Updates ausgeschlossen.
Der Name "x86_64" ist falsch, den gibt es bei RPM-basierten Betriebssystemen.
Das ist nicht korrekt. Den Namen gibt es auch bei auf Debian basierenden Betriebssystemen – vielleicht nicht bei SoftMaker – aber das ist ja genau das Problem.
Der richtige Name ist "amd64", was Sie daran sehen, dass die Warnung verschwunden ist.
Ja, mit der von mir beschriebenen Änderung in `/etc/apt/sources.list.d/softmaker.list` verschwindet zwar die (berechtigte!) Warnung:
Code: Alles auswählen
deb [signed-by=/etc/apt/keyrings/softmaker.gpg arch=amd64] https://shop.softmaker.com/repo/apt stable non-free
Ich weiß aber nicht, ob die amd64-Paketquellen von SoftMaker auch zur x86_64-Architektur von Ubuntu passen.
Ich habe mein System jetzt auf `arch=amd64` umgestellt. Derzeit gibt es keine SoftMaker-Updates, so dass ich nicht prüfen kann, ob es nach dem Update Probleme gibt. Daher möchte ich von einer Nachahmung nur denjenigen raten, die wissen, was sie tun.
Ich möchte Ihnen zusätzlich aber raten, zu prüfen, ob es von SoftMaker so gewollt ist, dass derzeit alle Debian- und Ubuntu-Systeme, die auf der Architektur x86_64 basieren, von Updates ausgeschlossen sind. Das könnte vielleicht einmal zum Sicherheitsproblem werden …
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P.S.: Ich würde mich wundern, wenn derzeit überhaupt jemand SoftMaker Office auf den beschriebenen x86_64-Systemen installieren kann. In den aktuellen Installations-Skripten (install-softmaker-office-2024.sh und install-softmaker-office-nx.sh) wird jeweils die Architektur abgefragt
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check_arch() {
local arch
arch="$(uname -m || true)"
case "$arch" in
x86_64|amd64) ;;
*)
die "Unsupported architecture '$arch'. SoftMaker Office 2024 is 64-bit x86_64/amd64 only."
;;
esac
}
und 1:1 an die apt-Installation durchgereicht:
Code: Alles auswählen
…
local listfile="/etc/apt/sources.list.d/softmaker.list"
…
local line="deb [signed-by=$keyring] $APT_REPO_URL $CHANNEL non-free"
…
printf '%s\n' "$line" > "$listfile"
…
Und niemand merkt es?