Offene Austauschformate
Re: Offene Austauschformate
Nachtrag zu den offenen Austauschformaten:
Laut der Zeitschrift CHIP haben sich Nextcloud, Ionos u. a. zusammengetan , um ein von MS unabhängiges EURO-Office zu kreieren:
https://www.chip.de/news/software/euro- ... 19bab.html
Dabei wird auf dem überprüften Quellcode von Only-Office aufgebaut, das Office soll wie bisher im Browser laufen und diverse Formate anwenden können.
Bemerkenswert ist, dass die Forderung nach offenen Austauschformaten wohl eher Aufhänger für ein entsprechendes Marketing einer neuen, bzw. neu gestylten Office-Version ist. Das sollten die Softmaker-Leute aber im Blick haben.
Noch eine Bemerkung: Onlyoffice stammt von einer russischen Firma, die aber ihren Sitz in Riga hat. Weiteres unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/OnlyOffice
Laut der Zeitschrift CHIP haben sich Nextcloud, Ionos u. a. zusammengetan , um ein von MS unabhängiges EURO-Office zu kreieren:
https://www.chip.de/news/software/euro- ... 19bab.html
Dabei wird auf dem überprüften Quellcode von Only-Office aufgebaut, das Office soll wie bisher im Browser laufen und diverse Formate anwenden können.
Bemerkenswert ist, dass die Forderung nach offenen Austauschformaten wohl eher Aufhänger für ein entsprechendes Marketing einer neuen, bzw. neu gestylten Office-Version ist. Das sollten die Softmaker-Leute aber im Blick haben.
Noch eine Bemerkung: Onlyoffice stammt von einer russischen Firma, die aber ihren Sitz in Riga hat. Weiteres unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/OnlyOffice
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umsteigewillig
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Re: Offene Austauschformate
Die Firmen hinter dem Eurooffice haben auch direkt einen Rechtsstreit mit ONLYOFFICE angefangen. Das wird bestimmt ein großer Erfolg.
Immer dasselbe Officepaket zu nutzen ist ja auch Quatsch.
Re: Offene Austauschformate
Kann man auch umgekehrt sehen: Weil die betreffenden Firmen mit ihrer neuen Office-Version einen finanziellen Erfolg erwarten, riskieren sie dann auch den Rechtsstreit. Schließlich muss sich der Einsatz ja auch lohnen.umsteigewillig hat geschrieben: 11.04.2026 12:34:16 Die Firmen hinter dem Eurooffice haben auch direkt einen Rechtsstreit mit ONLYOFFICE angefangen. Das wird bestimmt ein großer Erfolg.
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umsteigewillig
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Re: Offene Austauschformate
Lizenzrecht existiert nun mal. Wer es bricht, der handelt erst mal illegal, auch wenn die gewohnt rechtskritische EU das toll finden mag.
Immer dasselbe Officepaket zu nutzen ist ja auch Quatsch.
Re: Offene Austauschformate
Also ich finde im Netz klare Hinweise, dass OnlyOffice ein Open-Source-Projekt ist. Das spricht zunächst für die Verwendung durch Dritte wie Ionos u.a. Allerdings hat OnlyOffice seine Lizenz mit Zusatzbedingungen versehen. Ob diese aber wirksam sind, darüber geht der Streit. Zwei Institutionen (nicht die EU), nämlich die Free Software Foundation und der Erfinder der AGPL-Lizenz, Bradley M. Kuhn, haben sich hier auf die Seite von Ionos u. a. gestellt. Insbesondere Bradley M. Kuhn sollte am ehesten wissen, worauf sich eine AGPL-Lizenz bezieht und worauf nicht, denn die von OnlyOffice beanspruchte Lizenz ist eine AGPL-Lizenz. Die Entscheidung liegt aber im Zweifelsfall bei den Gerichten (und wieder nicht bei der EU).umsteigewillig hat geschrieben: 11.04.2026 16:47:12 Lizenzrecht existiert nun mal. Wer es bricht, der handelt erst mal illegal, auch wenn die gewohnt rechtskritische EU das toll finden mag.
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umsteigewillig
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Re: Offene Austauschformate
„Open Source“ ist etwas grundlegend anderes als „Ich kann damit machen, was ich will“. Zum Glück.
Immer dasselbe Officepaket zu nutzen ist ja auch Quatsch.
Re: Offene Austauschformate
Das schreibe ich ja auch nicht. Es ging doch in dem Beitrag klar um die Bedingungen, unter denen eine Verwendung gestattet ist.umsteigewillig hat geschrieben: 11.04.2026 17:49:51 „Open Source“ ist etwas grundlegend anderes als „Ich kann damit machen, was ich will“. Zum Glück.
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Controller 392
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Re: Offene Austauschformate
Ehrlich gesagt: Also für mich sind .doc, .docx, .xls, xlsx, ptt etc. offene Austauschformate, da sie mehr Programme auf der Welt verstehen als .odt oder .ods. Nicht nur Softmaker, sondern auch viele ausländische Programme.
Nur sollte man im allgmeinen Sprachgebrauch nicht von Word- oder Excel-Dateien reden, sondern von "Textdokumenten", "Tabellenblättern", ".doc-Dateien" oder ".xlsx-Dateien".
Übrigens habe ich letzte Woche gelesen, dass die NRW-Regierung nach wie vor auf MS setzt und von dem Open-Office-Müll nichts wissen will. Vielleicht sollte Softmaker mal gezielt bei den IT-Beauftragten der Länder für ihre deutschen Produkte werben...
Gruß
Rainer
Nur sollte man im allgmeinen Sprachgebrauch nicht von Word- oder Excel-Dateien reden, sondern von "Textdokumenten", "Tabellenblättern", ".doc-Dateien" oder ".xlsx-Dateien".
Übrigens habe ich letzte Woche gelesen, dass die NRW-Regierung nach wie vor auf MS setzt und von dem Open-Office-Müll nichts wissen will. Vielleicht sollte Softmaker mal gezielt bei den IT-Beauftragten der Länder für ihre deutschen Produkte werben...
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umsteigewillig
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Re: Offene Austauschformate
Ja-in. „Textdokument“ ist alles andere als eindeutig. Ansonsten volle Zustimmung. Auch ich verwende „eine XLSX“ statt „eine Exceldatei“.Controller 392 hat geschrieben: 12.05.2026 14:24:49 Nur sollte man im allgmeinen Sprachgebrauch nicht von Word- oder Excel-Dateien reden, sondern von "Textdokumenten", "Tabellenblättern", ".doc-Dateien" oder ".xlsx-Dateien".
Immer dasselbe Officepaket zu nutzen ist ja auch Quatsch.
Re: Offene Austauschformate
Dann sein wir mal realistisch: Solange Softmaker Office kein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten ermöglicht, braucht der Außendienst dort gar nicht anzuklopfen.Controller 392 hat geschrieben: 12.05.2026 14:24:49 Übrigens habe ich letzte Woche gelesen, dass die NRW-Regierung nach wie vor auf MS setzt und von dem Open-Office-Müll nichts wissen will. Vielleicht sollte Softmaker mal gezielt bei den IT-Beauftragten der Länder für ihre deutschen Produkte werben...
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Softmaker Office NX Universal unter Linux (Cachy OS)
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Re: Offene Austauschformate
Excel aber auch nicht (zumindest die Versionen bis 2003, bei jüngeren habe ich es noch nicht probiert). Und dass Open Office da SM voraus ist, glaube ich auch nicht.flups hat geschrieben:Solange Softmaker Office kein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten ermöglicht
Allerdings gibt es bislang keine Alternative zu MS-Access. Grund ist, dass die in einer Datenbank enthaltenen Makros mit Visual Basic erstellt wurden. Hier kann man zwar günstig eine alte Version (z.B. 2016 für 20,00 €) als Ergänzung zu SM erwerben, aber kein Produkt, das nicht aus den USA stammt.
Gruß
Rainer
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Re: Offene Austauschformate
Aber hallo, selbstverständlich sind Excel, Word und PowerPoint cloudfähig und erlauben paralleles Bearbeiten. In anderen Komponenten von MS Office sieht das nicht so gut aus, aber SoftMaker Office ist eh kein "Wettbewerber", wenn du Visio oder MS Project brauchst.Controller 392 hat geschrieben: 13.05.2026 11:05:52Excel aber auch nicht (zumindest die Versionen bis 2003, bei jüngeren habe ich es noch nicht probiert). Und dass Open Office da SM voraus ist, glaube ich auch nicht.flups hat geschrieben:Solange Softmaker Office kein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten ermöglicht
OpenOffice bzw. LibreOffice sind nicht cloudfähig, das ist richtig. Aber die kommerzielle Variante Collabora Online ist es.
Und egal was man persönlich von Cloud-Diensten hält, es ist nun mal heutzutage eine Anforderung der meisten Behören und Unternehmen. Wenn man die selbst hostet, spricht nicht mal was dagegen.
Mit Access und Visual Basic habe ich schon viel Spaß in Due Dilligence Erhebungen gehabt... Das Problem ist oft, dass das Anwendungen sind, die irgendwann mal von jemandem erstellt worden sind, der das Unternehmen mittlerweile verlassen hat und sein "Nachfolger" hat auch keine Ahnung mehr vom Code. Bei sowas kann man eigentlich nur dazu raten, das ganze so schnell wie möglich komplett zu ersetzen.Allerdings gibt es bislang keine Alternative zu MS-Access. Grund ist, dass die in einer Datenbank enthaltenen Makros mit Visual Basic erstellt wurden. Hier kann man zwar günstig eine alte Version (z.B. 2016 für 20,00 €) als Ergänzung zu SM erwerben, aber kein Produkt, das nicht aus den USA stammt.
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Re: Offene Austauschformate
Hallo Flups,
Ob Softmaker cloudfähig ist, habe ich noch nicht getestet, aber netzwerkfähig ist es.
Gruß
Rainer
das hieße aber, sämtliche Datenbanken komplett wegzuschmeißen und ganz neu zu erstellen. Eine Datenübernahme ist nicht möglich (allenfalls der Tabelleninhalte). Viel Spass! Und auch noch bedenklich, da sie Daten enthalten können, die 10 Jahre vorzuhalten sind.flups hat geschrieben:Bei sowas kann man eigentlich nur dazu raten, das ganze so schnell wie möglich komplett zu ersetzen.
Ob Softmaker cloudfähig ist, habe ich noch nicht getestet, aber netzwerkfähig ist es.
Gruß
Rainer
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Re: Offene Austauschformate
FTR, es gibt zB dbMigration des Entwicklers "fish" in Taiwan, das mit wenigen Klicks aus einer Vielzahl von Querformaten in eine Vielzahl von Zielformaten migriert. Auch aus Access... Inkl Indices und vielem mehr. Freeware, für Eure Zwecke würde man die Bezahlversion brauchen, aber die Kosten sind marginal...Controller 392 hat geschrieben: 13.05.2026 20:43:17 ...Eine Datenübernahme ist nicht möglich (allenfalls der Tabelleninhalte)
Mit freundlichem Gruß
Karl
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16GB Ram; Core i5-3450 mit integriertem Intel HDGraphics 4000, Treiber 10.18.10.4276; Samsung SSD 840pro
2560x1440 Monitor 100% Darstellungsgröße /// LaserJet 1200 per USB via Fritzbox 6591.
Empfehlung für supereinfache Bildschirmvideos: https://www.screentogif.com/
Karl
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makeitsoft
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Re: Offene Austauschformate
Die MS-Formate (OOXML) sind zwar offiziell standardisiert, allerdings weiß ich gar nicht, ob es außer MS Office noch Software gibt, die Dokumente in der Strict-Variante lesen oder gar speichern kann. Und ich weiß auch nicht, ob man MS Office beibringen kann, standardmäßig die Strict-Variante zu verwenden. Die Transitional-Variante (die weithin genutzt wird) enthält viele Abwärtskompatibilitäten zum älteren nicht-standardisierten MS Office-Format und ist deswegen sehr undurchsichtig.Controller 392 hat geschrieben: 12.05.2026 14:24:49 Ehrlich gesagt: Also für mich sind .doc, .docx, .xls, xlsx, ptt etc. offene Austauschformate, da sie mehr Programme auf der Welt verstehen als .odt oder .ods. Nicht nur Softmaker, sondern auch viele ausländische Programme.
Nur sollte man im allgmeinen Sprachgebrauch nicht von Word- oder Excel-Dateien reden, sondern von "Textdokumenten", "Tabellenblättern", ".doc-Dateien" oder ".xlsx-Dateien".
Übrigens habe ich letzte Woche gelesen, dass die NRW-Regierung nach wie vor auf MS setzt und von dem Open-Office-Müll nichts wissen will. Vielleicht sollte Softmaker mal gezielt bei den IT-Beauftragten der Länder für ihre deutschen Produkte werben...
Gruß
Rainer
Dieser Artikel von heise fasst die Unterschiede gut zusammen:
https://www.heise.de/hintergrund/Am-End ... ml?seite=2
Das Open Document Format (ODF) wird von weit mehr Anwendungen als Apache OpenOffice verstanden. LibreOffice ist sicher die bekannteste. Aber aufgrund der Standardisierung wird das Format von vielen Libraries eingesetzt, die wiederum in anderer Software zum Einsatz kommen kann. So kann man z.B. eine Web-Anwendung für einen Webshop erstellen, die eine Rechnung headless im Open Document Format erstellt, d.h., ohne auf dem Server ein LibreOffice oder eine andere Office Suite laufen zu haben. Und mit einer anderen Library kann man dann das Dokument konvertieren in z.B. HTML, PDF, Markdown, LaTeX. OOXML fehlt bei vielen Konvertern aufgrund der o.g. Undurchsichtigkeit, aber wenn man LibreOffice headless auf dem Server laufen lässt, kann man dennoch eine Konversion durchführen. Es gibt also vielseitige Einsatzmöglichkeiten für ODF, auch ohne Libre- oder OpenOffice. Wenn man dasselbe mit OOXML machen will, muss man zusätzlich einen Windows Server laufen lassen, dort MS Office als graphische Anwendung starten und entsprechend skripten, dass es die gewünschte Datei erstellt. Das ist viel komplizierter (und auch kostspieliger).
