Softmaker empfehlen?

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McTesch
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Softmaker empfehlen?

Beitrag von McTesch » 03.12.2008 11:02:13

Da ich persönlich schon seit einiger Zeit Softmaker Office einsetze (seit Version 2002) und damals von OpenOffice umgestiegen bin, bin ich möglicherweise ziemlich betriebsblind für Vor- und Nachteile von Softmaker Office.
Ich selbst nutze und zahle gerne für Softmaker, weil ich die Layout-Möglichkeiten sehr schätze (ich gestalte den Gemeindebrief unserer Kirchengemeinde damit und nutze vor allem sehr intensiv Möglichkeit mit Text- und Bildrahmen zu arbeiten, obwohl dies sicherlich für einen professionellen Layouter noch lange nicht hinreichend ist).
Unser Gemeindebüro arbeitet noch mit WinXP und Office 2003, unser Kindergarten mit OpenOffice 2. Für's erstere spricht, dass unsere Sekretärin mit Office sehr gut klarkommt und natürlich die Arbeit mit dem Standardformat .doc, bzw. fast noch wichtiger .xls. Das hat sie gelernt und damit ist sie vertraut. In unserem Kindergarten haben wir vorläufig einen alten Rechner, auf dem OpenOffice installiert ist (es kostet nichts und kann auch .doc). Unser "IT-Experte" in der Gemeinde arbeitet beruflich mit Microsoft, zu Hause mit OpenOffice und sieht in Open Source große Vorteile, würde auch eine gesamte Umstellung unserer Software hier auf OpenOffice begrüßen. Das neue Office 2007 findet er äußerst gewöhnungsbedürftig.
Ich mache dann schon mal den Hinweis, dass ich selbst mit Softmaker arbeite. Das kennt er aber nicht wirklich, hat aber auch nichts dagegen.
Ich tue mich aber schwer damit, den Einsatz von Softmaker für's produktive Arbeiten im Büro und anderswo zu empfehlen. Zum einen, weil es einen Unterschied macht, ob ich's privat anwende oder geschäftlich. Zum anderen ist und bleibt ja der Quasi-Standard Word/Excel selbst bei einer Verwendung anderer Software. Selbst die kommerzielle Variante StarOffice 9 kostet mit 19,90 (drei Lizenzen) deutlich weniger als SM.
Für mich privat kann ich sehr gut auf Dauer bei Softmaker bleiben. Was aber spricht für einen Einsatz von Softmaker im Büro außer meiner eigenen bescheidenen Erfahrung? Gibt es Referenzen? Wird Softmaker denn auch im außerprivaten Bereich eingesetzt? Wie zukunftssicher und kompatibel wird Softmaker sein?

Ähnlich geht es mir übrigens mit der Schule. Meine Tochter arbeitet mit SM 2006. Klar, ich könnte es updaten, aber in ihrem ITG-Unterricht arbeiten sie mit Word. Das ist halt das "Richtige". Vielleicht wäre OpenOffice - weil Opensource - noch irgendwie cool. Aber Softmaker ist halt nur ein Exotenprogramm, das der Vater anwendet und das die Tochter nehmen muss, weil der Alte kein Geld für eine Office-Lizenz ausgeben will. Auch da bin ich ein bisschen in Erklärungsnöten und habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, meiner Familie die StarOffice Version zu kaufen.

Ich hoffe, es ist klar geworden, worum es mir mit diesen Fragen geht. Ich selbst bin höchst zufrieden mit Softmaker, aber ich arbeite mit den beiden anderen nicht. ICH möchte nicht wechseln. Aber vielleicht habe ich bereits Scheuklappen aufgesetzt, deshalb hätte ich gerne für eine Empfehlung ein paar handfeste Gründe, die unseren Angestellten und genauso meiner Tochter einleuchten. Vielen Dank.

Rainer
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Rainer » 03.12.2008 11:32:12

Da fallen mir ein paar Dinge ein:
1. es braucht nicht so ewig zum Starten
2. man kann Formatvorlagen auf Tastaturkürzel legen
3. am wichtigsten: die saugute Hilfe
4. zu "Hilfe" gehört auch der Support im Forum, bei dem man ja auch RTFM-Fragen beantwortet bekommt
5. für mich auch ein Argument, das aber hauptsächlich beim intensiveren Arbeiten relevant ist: die konsequenter aufgebaute Menüführung

Rainer

Panosis
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Panosis » 03.12.2008 12:04:56

Auch mir fallen ein paar Punkt ein, z. B.:

1. Wenn man schon auf MS schaut und zugleich eine Alternative dazu sucht, wird es schwierig werden, ein besser kompatibles Office als SMO zu finden. Ausserdem wird an der Kompatibilität dauernd weitergearbeitet.

2. Alles geht einfacher, leichter, schneller und vor allem sicherer und zuverlässiger als in MSO.

3. Die integrierte Zeichentabelle - gerade für Schule und Publikationen wichtig (Mal schnell ein Alpha und ein Beta einfügen, ein paar schöne Dingbats eingliedern usw. - wer kann das schneller und einfacher als über die integrierte Zeichentabelle?)

4. Es existiert ein vollständiges Handbuch als PDF zu jedem Programm.

5. Die eingebauten Sprachwerkzeuge (Thesaurus, Euro-Wörterbuch, Duden).

... und dann habe ich immer noch die folgende Geschichte auf Lager: Ein Kollege kann mit Word eine Word-Datei, die bei zig Personen zum Überarbeiten war und nun der Endredaktion zugeführt werden sollte, nicht mehr öffnen - Absturz. Ich schicke diese nach Hause, öffne sie mit TM, speichere sie als Word-Datei ab - und nun kann Word sie wieder lesen.
Im übrigen denke ich, sollte man einfach die Leute mal einen Tag damit arbeiten lassen - das ist m. E. das beste Argument.

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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von McTesch » 03.12.2008 13:06:57

Panosis hat geschrieben: Im übrigen denke ich, sollte man einfach die Leute mal einen Tag damit arbeiten lassen - das ist m. E. das beste Argument.
Genau dieses und die vorher genannten Argumente kann ich für mich selbst gelten lassen, bzw. für einen persönlichen Ratschlag weitergeben. Aber im "geschäftlichen" Alltag spielen ja auch noch andere Dinge eine Rolle. Wenn ich eine Software einführe, kann ich sie ja nicht bei Nichtgefallen wieder einfach ersetzen. So flexibel sind die Leute in der Regel nicht. Wenn die sich an eine Oberfläche und Arbeitsweise gewöhnt haben, wollen die keine andere mehr lernen. Deshalb habe ich selbst z.B. Probleme, mit Word zu arbeiten, weil da manches anders gestaltet ist.
Mir geht es sozusagen um harte belegbare Fakten, nicht das eine oder andere liebgewonnene Detail, das im Alltag zum Tragen kommt.

Das gilt auch für die Frage nach der Schule. Man darf den "Prestigefaktor" nicht unterschätzen, wenn man nur mit einer "Ersatzlösung" arbeitet. Für den Gebrauch von Word an der Schule scheint es keinen Rechtfertigungsbedarf zu geben, weil Quasi-Standard. Aber es muss doch Argumente geben, die meiner Tochter und (und vielleicht auch ihrem Lehrer) den Gebrauch von Softmaker schmackhaft machen könnten.
Man könnte es auch so zugespitzt formulieren: Wer Geld hat, nutzt MS Office, wer kein Geld hat (oder ausgeben will oder auf OS schwört), nutzt OpenOffice. Was spricht also dafür, weder dem Marktführer noch der kostenlosen Alternative den Vorrang zu geben?

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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von sven-l » 03.12.2008 13:26:47

McTesch hat geschrieben: Man könnte es auch so zugespitzt formulieren: Wer Geld hat, nutzt MS Office, wer kein Geld hat (oder ausgeben will oder auf OS schwört), nutzt OpenOffice. Was spricht also dafür, weder dem Marktführer noch der kostenlosen Alternative den Vorrang zu geben?
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Jossi » 03.12.2008 16:00:17

McTesch hat geschrieben:So flexibel sind die Leute in der Regel nicht. Wenn die sich an eine Oberfläche und Arbeitsweise gewöhnt haben, wollen die keine andere mehr lernen.
Das ist meiner Meinung und Erfahrung nach das zentrale Problem. Eine Chance, jemanden zum Wechsel zu bewegen, hat man meistens nur dann, wenn er von Word oder OO gerade mal wieder so richtig gefrustet ist, weil nix so klappt, wie es soll. Solange es aber mit einer eingefahrenen Software auch nur halbwegs läuft, ist es extrem schwer, Leute für eine Alternative auch nur zu interessieren. Ein (wie ich glaube) für die meisten SM-User zentrales Argument, nämlich die sehr viel bessere Usability, der ungehinderte Arbeitsfluss, lässt sich daher nicht angemessen zur Geltung bringen, weil man das erst merkt, wenn man sich wirklich auf das Programm einlässt.
Ein "hartes" Alleinstellungsmerkmal von SoftMaker ist die voll kompatible PocketPC-/Windows CE-Version (es gibt dafür kein annähernd vergleichbares Office-Programm). Das dürfte in deiner Arbeitsumgebung aber keine so große Rolle spielen, nehme ich an.
Du könntest auf eurem alten Kita-PC vielleicht einmal SoftMaker Office installieren (probehalber, probehalber...) und dann zeigen, wie lange OpenOffice Writer zum Start braucht und wie lange TextMaker. Deiner Tochter müsstest du (z.B. anlässlich einer etwas anspruchsvolleren Gestaltungsaufgabe) irgendwie verdeutlichen, dass sie mit ihrem Programm einfach besser arbeiten kann als die anderen mit ihrem. Dazu würde ich ihr erstmal SM 2008 spendieren - die Kompatibilität mit Word & Co ist deutlich besser, und Sachen wie die neuen Grafikfunktionen sind gerade im Schulbereich extrem nützlich, wo man öfter mal eine kleine Zeichnung einstreuen muss.

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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von greifenklau » 03.12.2008 19:46:27

McTesch hat geschrieben: Man könnte es auch so zugespitzt formulieren: Wer Geld hat, nutzt MS Office, wer kein Geld hat (oder ausgeben will oder auf OS schwört), nutzt OpenOffice. Was spricht also dafür, weder dem Marktführer noch der kostenlosen Alternative den Vorrang zu geben?
Wer gute Qualität zu einem Spottpreis dem Direktor unter die Nase halten will, der sollte das Schul-Angebot von SM sich einmal ansehen - so etwas kenne ich von MS nicht.

Ich arbeite seit vielen Jahren zwangsweise (per Order vom Mufti) mit Word und Konsorten. Bearbeite mal mit Word eine große Datei oder eine nicht so große aber eine mit vielen Formatierungen oder eine, in der Du vielleicht einige Bilder und Skizzen als Grafiken eingefügt hast, oder, oder, oder.... Wenn Du das noch nicht gemacht hast, dann mach es spaßeshalber einmal und Du weißt auf einen Schlag, dass MS nicht im Himmel geschmiedet wurde.
Danach hast Du nur noch wenig Bock und noch weniger Nerven Deine Word-Datei mit Word zu Ende bringen zu wollen.
Excel, dass muss ich fairnishalber sagen, hat in einigen wenigen aber wichtigen Punkten noch die Nase vorn, wobei die Betonung auf "noch" liegt. :wink:
Über OpenOffice möchte ich nur soviel sagen, dass ich die Tragödie seit Starwriter 2.0 kenne und bis OO 2.0 interessehalber sowohl unter Linux als auch unter Windows mitgemacht habe. Ein schönes Programm, wenn ich meine erstellten Dateien nicht unbedingt brauche - denn viele Abstürze, Text-Bermudas und ähnliches waren meine ständigen Begleiter. :mrgreen:

Ein Wort noch zu dem Gebrauch von SM in einer Firma. Es kommt halt darauf an, was gemacht werden muss. In meinem Fall muss die Textverarbeitung im Schwerpunkt Formularwesen und Serienbriefe arbeiten. Zurzeit sind die Formular-Features von Word funktioneller (ist aber im Forum angemahnt und auch zur Kenntnis genommen worden); ein paar Ticks, die mit der Formularfunktion zusammenhängen, hängt TM auch beim Serienbrief, aber warten wir mal ab, was für 2009 noch umgesetzt wird.

Ach ja, verlange doch von Deiner Sekretärin, die bisher so gut mit MS-Office gearbeitet hat, dass sie von nun an nur noch mit MS-Office 2007 zu arbeiten hat, dass in seinen Funktionen (Ribbonleiste heißt das Zauberwort) angeblich nach Wünschen von versierten Usern gebildet wurde - war sie bisher eine freundliche Mitarbeiterin .......

Das soll reichen - es ist schon so oft gesagt worden :-({|=
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Hoffie » 04.12.2008 02:29:10

Oh, was muss ich auf meinem nächtlichen Forenrundgang für ein Thema entdecken! :o

Schwierig, schwierig! Und brisant!

Inhaltliche, sachliche Gründe, Erfahrungswerte, die gibt es wie Sand am Meer, sind aber nicht gefragt.
Es ist eine rein emotionale Problematik. Je mehr man sachlich stimmige, inhaltlich richtige und nachvollziehbare Argumente eingbringt, desto mehr ...
A) macht man sich lächerlich (als "SoftMaker Freak"),
B) bekommt man Interesse gezeigt als seelische Betreuung,
C) erreicht man das Gegenteil des erkärten Ziels.

Der Mensch ist ein unglaublich faules Gewohnheitstier, hat Panik vor jeglichem Neuen. Alles was den süßlichen eigenen Mief in Unfähigkeit, Unflexibilität usw. umwandeln könnte, ist höchst gefährlich! Genau deshalb sterben wir alle schon i. M. mit 81 und das noch mit teilw. übelster Geistestrübung und körperlich deutlicher Un-Anmut. :mrgreen:
Und, es ist DER Grund weshalb seit Anbeginn Kulturen wachsen, blühen, überaltern, dann in Dekadenz umkippen, um schließlich in Chaos und Krieg zu versinken. Dann erst kommt ein Neuanfang, und alles beginnt von vorne.

Was nützt das in diesem Zusammenhang? Es muss erst ein Chaos eintreten um Mut zur Veränderung zu erzeugen? Tja, wohl der Hauptgrund für eine Firma sich mal nach neuer Software umzuschauen.

Was geht noch? Angst vor Neuem ... hmmm ... Ah! - wie wäre es mit etwas ganz hundsgemeinem - NEU-GIER? :lol:
Aber wie? Alles vermeiden, was wohlmöglich im Wachbewusstsein der Zielpersonen hängen bleibt und Angst macht? Warten nach vielen kleinen "unvorsätzlichen" Andeutungen auf neugierige Fragen?
Ich weis es nicht, aber eines ist klar: NEU-GIER ist der Feind der Bequemlichkeit und Angst. DER Schlüssel gegen Nebenwirkungen wie Alter, Dekadenz, Übelkeit, Erbrechen und Tod. -- Und für SoftMaker, hehe - Man muss schon mal zugeben können Suchender zu sein ehe man Fortschritte macht, oder?

Ich würde an McTesch's Stelle zuerst sanft versuchen den IT Experten neugierig zu machen. Der wiederum hat eine gewisse Autorität gegenüber der Sekretärin und der Krippe.

Lass bei ihm doch mal beiläufig "fallen", dass SoftMaker gerade im Rundumschlag neue Versionen herausbringt und mächtig auf den Markt strebt. Sie suchen Leute die mithelfen, Bugs melden und Vorschläge machen. Das haut in die Open Source Schiene. ;)

Warum soll nicht ein Kleiner, der mit deutscher Gründlichkeit programmiert, im Markt stärker werden? Der als oberstes Gebot die Kompatibilität mit Microsoft Office hat? Und nicht die Nachteile von Open Source? Der Markt ist schließlich reichlich überaltert, die Dekadenz offensichtlich (in meinen Augen). Worauf warten?

Open Office wurde gerade von über 50 IBM Programmierern in einer Gewaltaktion komplett überarbeitet, heißt nun Symphony, ist kostenlos, und closed source. Das Resultat ist für unsereins zweifelhaft, finde ich, eher nützlich für Durchschnittsuser in Unternehmen, die mit Lotus Notes/Domino arbeiten wollen. Aber warum hat IBM das getan, ganz ohne (direkte) Einnahmen? Weil OO so gut gepflegt ist, dass es so etwas nicht braucht?

Oh, jetzt hab ich aber .... Hach, sorry...ist so eine schwierige Frage.... :roll:
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Panosis » 04.12.2008 11:43:34

greifenklau hat geschrieben: Bearbeite mal mit Word eine große Datei oder eine nicht so große aber eine mit vielen Formatierungen oder eine, in der Du vielleicht einige Bilder und Skizzen als Grafiken eingefügt hast, oder, oder, oder.... Wenn Du das noch nicht gemacht hast, dann mach es spaßeshalber einmal und Du weißt auf einen Schlag, dass MS nicht im Himmel geschmiedet wurde.
Danach hast Du nur noch wenig Bock und noch weniger Nerven Deine Word-Datei mit Word zu Ende bringen zu wollen.
Excel, dass muss ich fairnishalber sagen, hat in einigen wenigen aber wichtigen Punkten noch die Nase vorn, wobei die Betonung auf "noch" liegt. :wink:
Ja, in unserer "Firma" (eigentlich eine halböffentliche Institution) ist es ähnlich. Unsere "Muftis" schreiben uns dabei z. B. vor, dass jedes Schreiben nach aussen auf offiziellem Briefpapier zu erfolgen hat. Es wird schon nicht gern gesehen, wenn man jemand eine Kopie von irgendwas schicken muss und dazu ein Haftzettelchen klebt mit der Notiz "wie besprochen, freundliche Grüsse" - selbst wenn das mehr als ausreichend seinen Zweck erfüllte und erst noch Papier und Zeit sparte. Nein, in jedem Fall soll ein offizieller Briefkopf her, der natürlich als Word-Vorlage existiert.
Jedes Mal, wenn ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird, wiederholt sich dann die Tragödie: Vorlage über das Sekretariat anfordern, Installationsversuch - Ernüchterung, Enttäuschung. Desgleichen natürlich bei jeder Änderung eines bestehenden Briefkopfes, z. B. neue Büronummer. Das Installieren einer Vorlagen-Datei unter Word ist eine Katastrophe.
Textmaker macht das in 3 Sekunden mit zwei Mausklicks.
Daher arbeite ich normalerweise auf meinem Laptop und übertrage die Dateien bei Bedarf auf den Büro-PC, wo ich ggf. letzte Hand unter Word anlege, wenn es auf absolute Kompatibilität ankommt.

Was ich damit sagen will? Nun, eigentlich das, was schon gesagt worden ist:
Es gibt wohl kaum ein Killerargument für Softmaker. Aber wer MS kennt und mit SM gearbeitet hat, wird zweifellos verstehen, was der Vorteil von SM gegenüber MS ist: Es geht eben alles etwas leichter, schneller, besser. Kurz: Man muss es einfach einmal erlebt haben.

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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Jossi » 04.12.2008 11:56:05

Etwas OT, aber ich finde es schon lustig, dass wir alle offenbar ähnliche Überlebensstrategien in einer MS-dominierten Umgebung entwickelt haben.
Ich mache es genau wie Panosis: Alle Arbeit wird mit SoftMaker erledigt, Word benutze ich nur für die Endkontrolle formatierungskritischer .docs, die rausgehen.

Ich hatte übrigens seinerzeit die ehrenvolle Aufgabe, das neue Briefpapier, das nur als Druckvorlage im Illustrator-Format vorlag, als Word-Vorlage nachzubauen. Und was glaubt ihr? Ich habe es mit TextMaker gemacht, nachdem mich der Versuch, es mit Word zu erledigen, an den Rand des Wahnsinns getrieben hatte.

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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von greifenklau » 04.12.2008 16:29:24

Hoffie hat geschrieben:Oh, was muss ich auf meinem nächtlichen Forenrundgang für ein Thema entdecken! :o

Schwierig, schwierig! Und brisant!
.......

Oh, jetzt hab ich aber .... Hach, sorry...ist so eine schwierige Frage.... :roll:
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Wäre ich MS-Billy würde mir der Mensch Hoffi langsam Angst einjagen. :mrgreen:
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Tom_moT » 04.12.2008 23:38:37

Hallo,

das ist ja ein wirklich interessantes Thema. Ich habe mir gerade erst SMO gekauft, nachdem ich die 2006er Version von der c't-DVD ausgiebig ausprobiert hatte. Aber - ich habe mich damit doch etwas schwer getan. Dabei ging es mir nicht um die Leistungsfähigkeit oder den Preis von SMO sondern ebenfalls um die Frage, was der "bessere" Kauf für die Familie ist. Da mein Sohn zur Schule geht, hätte ich mir auch MS Office in der Schülerversion für zurzeit 69 EUR kaufen können - da kommt man natürlich ins grübeln...

In der Firma wird ausschließlich MS-Office 2003 eingesetzt und ich habe viele Word-Schulungen gehalten und Dokumentvorlagen mit reichlich VBA erstellt. Vom Leistungsumfang und von der Bedienung her halte ich Word und insbesondere Excel für hervorragend (am meisten vermisse ich bei SMO die Tastenkombination Strg + Y für "letzten Befehl wiederholen"). Dazu kenne ich mich mit beiden Programmen natürlich recht gut aus. Abstürze sind eher selten, wobei die Probleme bei Dokumenten mit vielen Grafiken/Screenshots durchaus bestehen.

Zuhause habe ich bisher OpenOffice (zurzeit 3.0) eingesetzt, aber damit hatte ich immer das Gefühl, mit einem übergewichtigen und greisen Mammut unterwegs zu sein. Ich kann mich einfach nicht so richtig daran gewöhnen. Ein großer Funktionsumfang ist eben doch nicht alles.

Für mich steht fest, dass der Kauf von SMO eher etwas für meine Frau und für mich ist. Gerade im Hinblick auf die Automatisierung von Dokumenten bin ich mit TM auch eher unzufrieden. Für meinen Sohn werde ich später mit Sicherheit auch noch MS Office kaufen (müssen), da dies nun einmal der Standard in der Welt da draußen ist. Daran wird sich meiner Meinung nach so schnell auch nichts ändern. Bei Bewerbungen ist es immer ein großer Vorteil, wenn gute Word- und Excel-Kenntnisse vorhanden sind - mit SMO kann vermutlich kaum ein Personalchef etwas anfangen.

Fazit: MS hat sich im Markt weitgehend durchgesetzt und entsprechende Kenntnisse zu den Programmen sind heute im Berufsleben wichtig - ob es einem gefällt oder nicht. Gerade wenn es darum geht, Kinder/Jugendliche am PC auszubilden, gehört für mich immer auch MS Office dazu. Auch wenn man die Dominanz von MS so nie richtig brechen kann.

Gruß
Tom

P.S. Ich bin über die Qualität der Beiträge angenehm überrascht. Da bin ich von anderen Foren durchaus gruseliges gewohnt... ;-)

McTesch
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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von McTesch » 05.12.2008 09:46:54

Tom_moT hat geschrieben:
Für mich steht fest, dass der Kauf von SMO eher etwas für meine Frau und für mich ist. Gerade im Hinblick auf die Automatisierung von Dokumenten bin ich mit TM auch eher unzufrieden. Für meinen Sohn werde ich später mit Sicherheit auch noch MS Office kaufen (müssen), da dies nun einmal der Standard in der Welt da draußen ist. Daran wird sich meiner Meinung nach so schnell auch nichts ändern. Bei Bewerbungen ist es immer ein großer Vorteil, wenn gute Word- und Excel-Kenntnisse vorhanden sind - mit SMO kann vermutlich kaum ein Personalchef etwas anfangen.

Fazit: MS hat sich im Markt weitgehend durchgesetzt und entsprechende Kenntnisse zu den Programmen sind heute im Berufsleben wichtig - ob es einem gefällt oder nicht. Gerade wenn es darum geht, Kinder/Jugendliche am PC auszubilden, gehört für mich immer auch MS Office dazu. Auch wenn man die Dominanz von MS so nie richtig brechen kann.
Vielen Dank, Tom.
Genau das ist auch meine Vermutung. So sehr es wünschenswert wäre, eine lebendige Konkurrenz zu MS zu haben, beschränkt sich die Verbreitungsmöglichkeit für SM vor allem auf den Bereich der Privatanwender. Da kann ich mich ggf. ja immer noch ohne große Folgen umorientieren.
Für das öffentliche Arbeiten in Büro oder Schule wäre Konkurrenz zwar auch wünschenswert, es müssen sich aber klare Vorteile nachweisen lassen. Das Killerargument des "Standards" schlägt dabei letztlich aber alle wirklichen und gefühlten Vorteile von Softmaker.
Was würde es schon nützen, in einer Bewerbung auf besondere "Planmaker-Kenntnisse" hinzuweisen? Das ist nun einmal Fakt und gilt wahrscheinlich für die OpenSource Produkte entsprechend.
Mir macht das Arbeiten mit Softmaker, insbesondere mit Textmaker, viel Freude. (Vielleicht käme ich mit Office 2007 aber besser zurecht. Aber das weiß ich nicht, schlicht und einfach, weil ich es nicht kenne und kein Geld dafür ausgeben würde.)
Natürlich ist es auch ein guter Schuss "Idealismus", der mich dieses gute Programm nutzen lässt. Aber den kann ich für mich selbst, aber nicht für andere haben. Deshalb meine Frage nach den Argumenten, die für eine Nutzung von Softmaker in einem MS dominierten Umfeld sprechen.

Monsterslayer

Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von Monsterslayer » 05.12.2008 12:12:50

McTesch hat geschrieben:Genau das ist auch meine Vermutung. So sehr es wünschenswert wäre, eine lebendige Konkurrenz zu MS zu haben, beschränkt sich die Verbreitungsmöglichkeit für SM vor allem auf den Bereich der Privatanwender.
Der Diskussion kann ich kaum noch weiterhelfen. Eine Feststellung alleine ist dem ja nicht immer förderlich. Vielleicht kann sie aber mal irgendwo sauer eingelegt werden, für schlechte Zeiten: Vermutung ist ein prima Wort. Das passt 100% und es beschreibt komplett den Status Quo. Wir täten es gut tun mögen, wir nehmen nur an, dass es sinnlos wären könnte.

Paar Fakten mehr noch:
  • ► Ich kann Word
  • ► Keiner will das wissen
  • ► Ich schreibe beruflich
  • ► privat produziere ich einen Bruchteil des Textvolumens, das der Job verlangt.
  • ► Für die Tabellenkalkulation gilt in etwa das gleiche (Details wegen Generieren von Excel durch meine Software lasse ich mal weg)
  • ► Auf meinem PC (Job) ist kein M$-Office installiert
  • ► Kein Kunde interessiert sich dafür
  • ► Mein Chef fragt nicht danach
  • ► Meine Dokumente sind erstklassig (den Erfordernissen entsprechend)
Ich weiß nicht, was das für Leute bedeutet, die erst dort hin kommen möchten, wo ich schon bin. Aber der Legendenbildung kann ja sicherlich auf verschiedene Weisen Vorschub geleistet werden. Pardon, wenn mit meinem Gebetsmühlentext immer bissi Elektrizität herüberkommt. Das ist Absicht.

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Re: Softmaker empfehlen?

Beitrag von greifenklau » 05.12.2008 12:48:28

Vielen Dank, Tom.
Genau das ist auch meine Vermutung. So sehr es wünschenswert wäre, eine lebendige Konkurrenz zu MS zu haben, beschränkt sich die Verbreitungsmöglichkeit für SM vor allem auf den Bereich der Privatanwender. Da kann ich mich ggf. ja immer noch ohne große Folgen umorientieren.
Das wird einfach so behauptet. ich weiß es nicht - woher weißt Du das so genau? Siehe Beitrag Monsterslayer unten. Er setzt es in der Firma ein. Wer weiß wie viele noch.
Für das öffentliche Arbeiten in Büro oder Schule wäre Konkurrenz zwar auch wünschenswert, es müssen sich aber klare Vorteile nachweisen lassen. Das Killerargument des "Standards" schlägt dabei letztlich aber alle wirklichen und gefühlten Vorteile von Softmaker.
Kann ich so nicht stehen lassen. Wie qualifiziert sind denn in der Schule die gewünschten Standards? Mein Sohn besucht die 11. Klasse an einem Gymnasium und er muss viel mit Textverarbeitung, T-Kalkulation sowei Präsentationen arbeiten. Die dort verlangten Standards erfüllte SMO bisher erfolgreich.
Was würde es schon nützen, in einer Bewerbung auf besondere "Planmaker-Kenntnisse" hinzuweisen? Das ist nun einmal Fakt und gilt wahrscheinlich für die OpenSource Produkte entsprechend.
Nichts - genauso wenig wie die Hinweise auf Word und Konsorten. In "meiner" Firma wird das grundsätzlich vorausgesetzt und keiner fragt mehr danach.
..... (Vielleicht käme ich mit Office 2007 aber besser zurecht. Aber das weiß ich nicht, schlicht und einfach, weil ich es nicht kenne und kein Geld dafür ausgeben würde.)
Glaube ich nicht. Wenn Du mit MS-Office 2003 gut zurecht kommst und bereits sehr lange in dieser Umgebung gearbeitet hast, wirst du mit MS-O 2007 große Probleme und Frustrationen haben. :mrgreen:
System
macOS Big Sur 11.0.1
Windows 10.0 Build 19041
iMac 27 mid 2017
RAM: 32 GB 2400 MHz DDR4
GraKa: AMD Radeon Pro 850 8192 MB
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