@Softmaker - Abschiedsworte

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joern.koerner
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@Softmaker - Abschiedsworte

Beitrag von joern.koerner »

Lange, lange Zeit habe ich meist unter Linux mit Softmaker gearbeitet. Viele Seiten Text erzeugt, das eine oder andere recht komplexe Planmaker-Sheet bearbeitet, so einige Präsentationen geschaffen. Beruflich wie Privat seit (ich glaube, es war 2006 oder 2008) immer wieder Lizenzen erworben.
Office-Pakete, FlexiPDF usw.

Ich bin dann mal weg.
Jetzt bin ich raus. Ich bin weg und komme auch nicht wieder zurück.

Der Anfang meines Ausstieges begann so in etwa 2020. Als es mit den NX Versionen losging war ich schon skeptisch. Und ja, ich wurde wie erwartet enttäuscht. Ich möchte kein Abo, keine Cloud und auch kein *GPT. Ich möchte nicht bevormundet und auch nicht wieder und wieder gedrängt werden doch auf ein Abo-Modell zu wechseln. Ich kaufe und zahle gerne für gute Software, aber wenn der Funktionsumfang nur in der Abo-Version erweitert wird und altbekannte Fehler nicht behoben werden, dann sehe ich nicht wofür ich Zahlen sollte.

Nach ersten Erfahrungen mit dem alten StarOffice (ja, so alt bin ich schon) komme ich mittlerweile mehr als nur gut mit Libreoffice zurecht, dank lokalem Languagetool-Server brauche ich den Duden auch nicht mehr. Libreoffice Impress bietet mir nun einen deutlich größeren Funktionsumfang, Writer mehr Komfort und mit Calc habe ich dank Makrofunktionalität Dinge geschaffen, die selbst in Excel nicht möglich wären. Für PDF-Bearbeitung habe ich gerade meine alte 2017 Lizenz von Qoppa PDFStudio auf 2023 upgegradet und kann nun wieder nativ unter Linux arbeiten. Dafür verzichte ich gerne auf das recht verbuggte FlexiPDF in einer Windows-VM. Gut, dafür könnt Ihr nur bedingt etwas, denn wenn das Basisprodukt von Icenis Infix PDFEditors schon nicht gut läuft, dann wird es in FlexiPDF auch nicht besser. Dafür war der Preis wenigstens niedrig.

Mit anderen Worten: Es war eine lange, schöne Zeit, aber nun werden wir getrennte Wege gehen. Es ist aber auch nicht alles schlecht und wer es mag, soll sich ruhig weiter mit Softmaker beschäftigen. Ich bleibe lieber beim Nürnberger Bier, erstelle meine Dokumente nun mit Libreoffice und werde Nürnberg auch gerne wieder bereisen. Hat mir immer gut gefallen, die Stadt.

Ciao, ich bin dann mal weg.
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Gian
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Re: @Softmaker - Abschiedsworte

Beitrag von Gian »

joern.koerner hat geschrieben: 07.11.2023 09:39:22 Der Anfang meines Ausstieges begann so in etwa 2020. Als es mit den NX Versionen losging, war ich schon skeptisch. Und ja, ich wurde wie erwartet enttäuscht. Ich möchte kein Abo, keine Cloud und auch kein *GPT. Ich möchte nicht bevormundet.....
Ich halte die Abo-Versionen für optimal, denn nur mit regelmässigen Einnahmen kann ein Softwareentwickler die Weiterentwicklung seiner Anwendungen finanzieren. Auch Softwareentwickler leben nicht von Luft allein und müssen sich und den Mitarbeitern Löhne bezahlen.

Es ist einfach ein Irrglaube, dass im Internet usw. alles gratis sein muss. KI (GPT) wird in Zukunft bei allen ernst zu nehmenden Anwendungen Pflicht werden, unabhängig davon, ob man es gut findet oder nicht. Man muss GPT ja nicht verwenden, wenn man es nicht benötigt oder will. Dasselbe gilt für die Cloud. Niemand wird dazu gezwungen – ich bin jedoch von meinem Cloudanbieter nach wie vor begeistert.

Unter Bevormundung verstehe ich etwas anderes. Softmaker bevormundet niemanden.

Das Wichtigste an Softmaker ist jedoch, dass es zu MS-Office weitgehend kompatibel ist, was man von LibreOffice nicht sagen kann. Wenn es nichts kosten darf, ist FreeOffice nach wie vor die beste Lösung gegenüber MS-Office und LibreOffice. Ich benutze Softmaker-NX seit vielen Jahren als Ersatz für das für mich viel zu aufgeblasene MS-Office und weil es im Gegensatz zu LibreOffice auch kompatibel zu der von mir verwendeten Online-Anwendung „Webling“ (Vereinsverwaltungssoftware) ist, welches eigentlich MS-Office voraussetzen würde.

Bevormundet man von Softmaker nicht, weil es jedem ja frei zusteht, Softmaker zu kaufen oder ein Abonnement zu erwerben. Dass im Abonnement einige Anwendungsteile zum Verfügung stehen, welche es in der Kaufversion nicht gibt, ist gerechtfertigt. Bei vielen Anwendungen gibt es verschiedene Versionen, von etwas eingeschränkter bis alles umfassend. Das fängt schon bei Windows selbst an. So bietet Windows Pro gegenüber Home einiges mehr. Ob man das benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei der von mir verwendeten Modelleisenbahnsteuerungsanwendung gibt es sogar vier Varianten: Light, Standard, Plus und Professional. Da verwende ich die professionelle Version, weil mir nur diese das von mir benötigte bietet.

Fazit: Wenn man GPT usw. in Softmaker nicht benötigt, kauft man die Lizenz für die Softmaker 2024 Version. Wenn man die zusätzlichen Dinge will, verwendet man die NX-Version. Ich verwende primär die NX-Version, weil mit dieser Version auch meine Androidversionen von Softmaker inbegriffen sind. Vor allem auf dem Tablet (mit Tastatur) arbeite ich gerne unterwegs an Texten, die ich in meiner Cloud speichere und die dann auch am PC zu Hause zur Verfügung stehen.

Nach wie vor verstehe ich jedoch die „Abschiedsworte“ nicht. Denn niemand muss einen Abschied kundtun und niemand wird gezwungen, ein bestimmtes Produkt zu kaufen – weil niemand bevormundet wird und volle Freiheit der Produktwahl besteht.

Herzliche Grüsse

Gian
Windows 11 Pro 64 Bit 23H2 (immer aktuellste Version)
Softmaker Office NX (2024) (immer aktuellste Version)
Text- und Planmaker für Android auf Samsung Geräten mit
Android 13 Samsung Tablet s8 und Samsung s22
Android 14 Samsung s23
FUM
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Re: @Softmaker - Abschiedsworte

Beitrag von FUM »

Naja, die Gründe zu nennen warum man eine Software nicht mehr kauft sollten für den Hersteller schon wichtig sein.
Ich würde die SMO auch nicht mehr kaufen, wenn sie nur noch vermietet werden würde, was ja zum Glück nicht der Fall ist.

"ABO" hat sich zwar eingebürgert aber es ist eine reine Miete. Wenn es ein echtes ABO wäre, würde ich ja mitgehen. Gegen ein ABO sprechen eine ganze Menge Dinge aus Kundensicht. Aber dies wurde ja hier schon genug diskutiert.
Das ChatGPT oder andere Funktionen, die dem Hersteller laufende Kosten verursachen, nur in der Mietsoftware verfügbar sind finde ich allerdings ok.

Für mich bietet SMO einen noch einen deutlichen Mehrwert gegenüber Libreoffice. Für ihn halt nicht.
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BigR
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Re: @Softmaker - Abschiedsworte

Beitrag von BigR »

Hallo,

Nun ja, KI Unterstützung ist ein muss für aktuelle Software. Auch die Investoren sind nur mit solchen Argumenten zu überzeugen. Ich arbeite auch mit Linux, Libreoffice habe ich auch, wer intensiv damit arbeitet findet die vielen Bugs dort. Softmaker Office ist deutlich angenehmer und hat auch Kundensupport.

Gruß von BigR
Chaifand
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Re: @Softmaker - Abschiedsworte

Beitrag von Chaifand »

Soweit ich weiß, gibt es auch von SMO 2024 eine Nicht-Abo-Version.

Für mich ist vor allem die fast 100% Kompatibilität zu MS-Produkten wichtig: Wenn mir ein Kollege eine MS Word oder Excel-Tabelle zuschickt, die spezielle Formatierungen und/oder Formeln enthält ist SMO unter Linux die einzige Alternative, die die Dateien beim Austausch nicht verhunzt, als LibreOffice.

Aber danke für den pdf-Tipp: Hatte, bevor ich von Windows auf Linux umgestiegen bin, auch von Softmaker das FlexiPDF im Einsatz. Aber wenn das nicht nativ genutzt werden kann, ist es unnütz. Such schon länger nach einem Editor mit einmaligen Kosten und Support.
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BigR
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Re: @Softmaker - Abschiedsworte

Beitrag von BigR »

Ich nutze Qoppa PDF Studio für Linux, es ist für eine Lizenz auf 2 Rechnern nutzbar.
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