Wir bieten derzeit keine Flash- oder E-Book-Lizenzen an. Derartige Angebote sind aber in Vorbereitung.

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naturistenkai
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Registriert: 29.10.2023 20:32:07

Wir bieten derzeit keine Flash- oder E-Book-Lizenzen an. Derartige Angebote sind aber in Vorbereitung.

Beitrag von naturistenkai »

Nun diese Aussage haben sie hier im Forum in einer Frage angegeben.
Da es mir nur um Ebook geht, würde ich da gerne wissen, wie weit dies
nun umgesetzt wurde, wenn überhaupt.
Gruß Kai
SuperTech
SoftMaker Team
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Beiträge: 4707
Registriert: 11.03.2020 17:30:08

Re: Wir bieten derzeit keine Flash- oder E-Book-Lizenzen an. Derartige Angebote sind aber in Vorbereitung.

Beitrag von SuperTech »

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir verkaufen Lizenzen für E-Book-Schriften über www.fontspring.com und www.myfonts.com
beiti
Beiträge: 559
Registriert: 05.06.2010 20:13:05

Re: Wir bieten derzeit keine Flash- oder E-Book-Lizenzen an. Derartige Angebote sind aber in Vorbereitung.

Beitrag von beiti »

Ich erlaube mir an dieser Stelle einen Hinweis: Es kann heute gut sein, dass man zwar eine Schriftart lizenziert und ins E-Book einbettet, dass aber 95 % der Leser diese Schriftart nie zu sehen kriegen.
Schriften-Lizenzen für E-Books betreffen ja nicht so sehr private Nutzung, sondern E-Books, die irgendwo verbreitet (insbesondere verkauft) werden sollen. Bei Autoren gibt es die naheliegende Überlegung, dass man angebotene E-Books mit einer selbstgewählten Schriftart besonders hübsch oder individuell gestalten möchte – so wie man das auch in gedruckten Büchern macht. Dazu muss man aber wissen, dass alle E-Book-Distributoren in ihren Anleitungen von der Nutzung eingebetteter Schriften für den Fließtext abraten und diese allenfalls empfehlen für Überschriften, Ziertexte und/oder besondere Zwecke (z. B. Textteile in exotischen Sprachen, die man nur mittels entsprechender Fonts darstellen kann). Hintergrund ist die Erfahrung, dass "schöne" Schriftarten auf manchen Readern nicht so gut lesbar dargestellt werden wie die speziellen Fonts, die mit dem Reader geliefert werden.
Der größte Anbieter Amazon geht in seinem Kindle-System mittlerweile so weit, dass eingebettete Schriften per Default komplett deaktiviert/blockiert sind. Wenn man also im E-Book Inhalte hat, für die man die eingebetteten Schriften unbedingt braucht, muss man die Leser im Vorwort bitten, manuell die "Verleger-Schriftart" zu aktivieren. Das ist umständlich (und besonders für technisch weniger Versierte eine Hürde) und wird sich nicht lohnen für Schriftarten, die nur der vermeintlichen Schönheit des Layouts dienen.
In den Tolino-Readern, den Kobo-Readern, bei Apple Books und anderen werden eingebettete Schriften derzeit noch standardmäßig angezeigt. Allerdings haben diese Anbieter gerade unter Selfpublishern einen recht geringen Marktanteil.
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beiti
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Re: Wir bieten derzeit keine Flash- oder E-Book-Lizenzen an. Derartige Angebote sind aber in Vorbereitung.

Beitrag von beiti »

Da ich neuere Erkenntnisse zur Verwendung von eigenen Fonts in Kindle-E-Books habe, möchte ich diese hier noch ergänzen.
Durch die Vielzahl an Kindle-Apps (iOS, Android, macOS, Windows) und Kindle-Geräten mit unterschiedlichem Alter und Firmware-Stand ist es nicht immer so leicht, definitive Aussagen zu machen. Es kommt auch vor, dass Amazon bestimmte Details nach einiger Zeit ändert und dann in Form von App-Updates und Firmware-Updates auf neuere Geräte bringt, aber alte Kindle-Reader davon ausnimmt. Das nur vorab.
Die folgenden Beobachtungen gelten nach heutigem Stand (März 2026) für Geräte, die aktuelle Apps bzw. aktuelle Firmware drauf haben.

Wird ein Kindle-Reader erstmal in Betrieb genommen (oder auf Werkseinstellung zurückgesetzt) und wird eine Kindle-App auf einem Gerät neu installiert, ist für alle E-Books zunächst die Schriftart „Bookerly“ voreingestellt (das ist Amazons aktueller Standard-Font für Kindle; auf älteren Geräten war es „Caecilia“). Diese Voreinstellung bewirkt, dass der Fließtext* in Bookerly wiedergegeben wird – auch wenn der Ersteller des E-Books eigentlich einen eigenen Font eingebettet hat. Für Überschriften und Sonderabsätze werden jedoch, soweit vorhanden, die eingebetteten Fonts benutzt.
Erst wenn der Benutzer des Kindle-Gerätes bzw. der Kindle-App selber aktiv wird und in den Schriftarten-Einstellungen auf „Verleger-Schriftart“ (manchmal auch „Publisher Font“ genannt) umschaltet, wird ggfs. auch für den Fließtext eine eingebettete Schriftart verwendet. Diese Einstellung gilt dann auch für weitere E-Books, die ab diesem Zeitpunkt auf demselben Gerät heruntergeladen werden. Sie gilt aber nicht für andere E-Books, die schon vor der Umschaltung heruntergeladen waren. Natürlich kann der Nutzer die Schriftart auch wieder zurück auf Bookerly (oder auf eine der anderen vorinstallierten Kindle-Schriftarten) schalten, was dann ebenfalls wieder für künftig heruntergeladene E-Books die Voreinstellung bleibt.

Wer sein E-Book mit Fonts gestalten möchte, hat also zwei Möglichkeiten:
A) Man akzeptiert, dass man als E-Book-Ersteller über den Fließtext-Font keine Kontrolle hat und bei der Mehrzahl der Kindle-Nutzer wohl Bookerly voreingestellt ist. Dann würde sich anbieten, gleich auf das Einbetten eines Fließtext-Fonts zu verzichten. Trotzdem kann es lohnen, für Überschriften und Sonderabsätze auf eingebettete Fonts zurückzugreifen. Man sollte dann vielleicht darauf achten, dass sie optisch mit Bookerly harmonieren.
B) Man bettet auch für den Fließtext einen eigenen Font ein und nimmt in Kauf, dass dieser auf den meisten Kindle-Geräten nicht sichtbar wird. Oder man fordert die Leser am Anfang des Buches auf, im Gerät bzw. in der App auf Verleger-Schriftart (Publisher Font) umzuschalten. Wieviele Leser dann tatsächlich dieser Bitte nachkommen, weiß man allerdings nicht. Ein Teil der technisch unbeholfenen Leser findet vielleicht gar nicht raus, wo die Einstellung zu finden ist. Ein Teil möchte vielleicht trotzdem lieber den Fließtext in Bookerly haben, weil das nun mal ein sehr angenehm lesbare Schrift ist und sich Kindle-Nutzer schon stark daran gewöhnt haben. Zu beachten ist außerdem, dass nicht jede Schriftart, die im gedruckten Buch gut aussieht, auch auf dem Display aller Kindle-Reader gut und leserlich aussieht. Das alles spricht eher gegen die Verwendung eigener Fonts für den Fließtext.

Auf Tolino-Readern verhält es sich übrigens etwas anders. Dort ist die Voreinstellung stets „Verlagsschrift“. Sie bewirkt, dass standardmäßig alle eingebetten Fonts beachtet werden. Eine grundsätzliche Unterscheidung in Fließtext und anderen Text gibt es hier gar nicht.
Ändert man freiwillig die Schriftendarstellung in den Leseeinstellungen, werden jedoch alle eingebetteten Fonts durch die gewählte Schrift ersetzt, also nicht nur der Fließtext, sondern auch Überschriften und ggfs. Sonderabsätze. Ab diesem Moment werden eingebettete Fonts komplett ignoriert.
Die Frage ist, wieviel Benutzer die Einstellung tatsächlich ändern. Von sich aus kommen vermutlich die Wenigsten auf die Idee. Aber auf frisch in Betrieb genommenen Tolinos erscheint beim ersten Öffnen eines E-Books ein Info-Kasten mit der ausdrücklichen Aufforderung, man solle die Schriftendarstellung ändern. Hat man den Kasten einmal als "gelesen" markiert, kommt er allerdings bei künftigen E-Books nicht wieder. Und wenn man später neue E-Books runterlädt und öffnet, sind diese auch wieder automatisch auf „Verlagsschrift“ eingestellt. Von daher würde ich davon ausgehen, dass auf Tolino-Readern in den meisten Fällen die eingebetteten Fonts beachtet werden.
Wer eigene Fonts verwendet, sollte sie auf verschiedenen Tolino-Geräten hinsichtlich der Lesbarkeit testen. Besonders die älteren Tolinos mit geringen Display-Auflösungen rendern manche verschnörkelte Schriftarten sehr fransig und unschön (anders als ältere Kindle-Reader, die irgendwie mit der geringen Display-Auflösung besser umgehen können).
Bleibt die Frage, wie sich die Tolino-Apps verhalten. Theoretisch entsprechen deren Bedienung und ihr Umgang mit Fonts den Tolino-Readern und sie haben genau die gleichen Einstelloptionen. Allerdings hat die Android-App (Stand: April 2026) offenbar einen Bug, der die Verwendung eingebetteter Fonts verhindert. Auch wenn sie auf „Verlagsschrift“ steht, zeigt sie alles nur in einer Standardschriftart an. Ob dieser Bug irgendwann behoben wird, weiß ich nicht. Die iOS-App und der WebReader funktionieren ohne Probleme und können die eingebetteten Fonts wie gewünscht anzeigen.


__________
*Was überhaupt zum Fließtext gehört, wird offenbar im Zuge der Konvertierung vom Ausgangsformat (EPUB) ins jeweilige Kindle-Format automatisch eingestellt. Woran die Amazon-Automatik den Fließtext festmacht, ist aber nicht hundertprozentig klar. Aufgrund meiner Tests gehe ich davon aus, dass es an der Textmenge liegt, die in Absätzen vorkommt, denen ein bestimmter CSS-Stil zugeordnet ist – also der CSS-Stil, unter der es am meisten Text gibt, wird automatisch zum Fließtext ernannt. In der Praxis dürfte dies für 99 % aller E-Books korrekt sein.
Es liegt nicht etwa an der Benennung der CSS-Stile. Wenn man testweise viel Text in die Überschriften (h1, h2 etc.) und nur wenig Text in normale Absätze packt, werden plötzlich die Überschriften als Fließtext behandelt. Man kann die CSS-Klassennamen also nicht dazu benutzen, die Konvertierungsautomatik auszutricksen.
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