Controller 392 hat geschrieben: 02.01.2026 14:44:52
Softmaker hat nicht "umgestellt" - die
Kaufversion gibt es nach wie vor. Es wird lediglich
alternativ eine
Abo-Version angeboten.
Noch einmal, zum besseren Verständnis:
Es gibt bei Softmaker kein Software-Abonnement. Es gibt neben dem Kauf einer Dauerlizenz nur Software-Miete. Und wer glaubt, dass der Unterschied nur Haarspalterei ist, der sollte sich einfach mal mit dem Thema beschäftigen.
1. Ein Abonnement bedeutet, dass man alles behalten darf, was man während der Abonnement-Periode geliefert bekommen und bezahlt hat. Es wird einem z. B. bei Beendigung eines Zeitschriften- oder Bücherclub-Abonnements nichts weggenommen, man muss die bereits bezogenen Zeitschriften und Bücher nicht zurückgeben oder unter Aufsicht entsorgen. Bei Software bedeutet "Abonnement", dass man zur Software solange Updates und Upgrades erhält, wie man das Abonnement bezahlt. In dem Moment, in dem man aufhört zu zahlen, bekommt man keine Updates und Upgrades mehr, kann aber die Software, für die man bislang sein Abonnement bezahlt hat, dauerhaft auf dem Stand weiternutzen, für den man bezahlt hat. So halte ich es z. B. mit eM Client, meinem bevorzugten Mail- und
PIM-Programm.
2. Miete bedeutet genau dasselbe, was es bei einer Wohnung bedeutet: In dem Moment, in dem man aufhört, Miete zu zahlen oder der Vermieter aus welchen Gründen auch immer kündigt, weil er z. B. Eigenbedarf anmeldet, fliegt man raus und steht mit leeren Händen da. Bei Software heißt es, dass man ab dem Tag, ab dem die Miete beendet ist, die Software nicht mehr nutzen kann. Ende, Aus, Mickey Maus. Klar, sofern man seine Daten nicht auf einem Cloudspeicher (Frage: Warum heißt die Cloud Cloud? - Weil man von dort deine Daten klaut!) abgelegt hat, der der Kontrolle des Software-Herstellers unterliegt, so wie z. B. Microsoft bei Office 365 und OneDrive, kann man immer noch darauf zugreifen. Die Frage ist halt nur, mit welcher Software man diese Daten noch lesen kann, wenn sie in einem Hersteller-proprietären Format abgespeichert worden sind?
Mein persönliches Fazit: Was die allermeisten Software-Herstellers als "Abonnement" anpreisen, ist eigentlich nichts anderes als Kundentäuschung, denn es handelt sich in Wirklichkeit um Mietverträge, und die begünstigen immer den Vermieter. Solche Mietverträge mögen für Firmen interessant sein, die die Mietkosten einfach zu ihren laufenden Betriebskosten rechnen und sich das Leben abschreibungstechnisch enorm erleichtern. Für Privatkunden machen solche Mietverträge eigentlich keinen Sinn, weil sich Kunden damit der Willkür der Software-Hersteller (z. B. Preisanpassungen in beinahe beliebiger Höhe oder komplette Einstellung von Produkten wg. angeblicher oder tatsächlicher Unwirtschaftlichkeit oder "strategischer Neuausrichtung") ausliefern. Ich für meinen Teil werde das nicht tun; ich bin sozusagen Eigenheimbesitzer aus Überzeugung, nicht nur in den realen eigenen vier Wänden, sondern auch auf meinem Computer. Meine Software-Lizenzen sind samt und sondern, sofern sie nicht frei sind, Dauerlizenzen.