Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

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McTesch
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Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von McTesch » 07.02.2008 13:13:09

Hallo,
ich habe in den letzten Wochen des öfteren in Computerzeitschriften und im Internet Tests zu SM 2008 gelesen. So insgesamt würde ich das durchschnittliche Testergebnis als ein "bebriedigend" bezeichnen. Im Vergleich zu Microsoft heißt es meist: ist kompatibel, viel billiger, kann aber (deutlich) weniger.
In der Regel wird es mit OpenOffice verglichen. Da heißt es dann: SM ist zwar kompatibler mit MS, kann aber weniger und ist vor allem nicht kostenlos - allerdings für ältere Rechner mit wenig Speicher zu empfehlen.

Ich weiß nicht, ob ich das richtig lese, aber ich finde diese Urteile ziemlich vernichtend. Entweder du nimmst das Original oder falls du kein Geld ausgeben willst, eben OpenOffice. Softmaker ist nur für Leute, die geringe Ansprüche an Funktionsvielfalt und Hardware haben.

Da ich hauptsächlich Textmaker nutze und damit z.B. auch aufwänderige Layouts gestalte, kann ich nur von diesem Teil reden: Ich komme sehr gut damit klar, sehe keinen Vorteil bei Word oder Writer. Oder habe ich da was verpasst? Oder bezieht sich das Urteil nur auf Planmaker und Presentations?

Ich finde die Öffentlichkeit für Softmaker zwar wirklich toll, aber wenn bei den Lesern nur die Botschaft rauskommt, wie ich sie zusammengefasst habe, finde ich das desaströs. Kurz vermerkt, aber abgehakt.

Irgendwie vergleiche ich Softmaker immer mit Opera, das auch zwischen Internet Explorer und Firefox zumindest auf dem Desktop zerrieben wird, obwohl es für meine Begriffe ein tolles Programm ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mich würden andere Stimme aus der Community hier interessieren.

Grüßt euch.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von Dewes » 07.02.2008 17:56:17

Hallo,

ich benutze TM sehrl selten und nur für einfache Aufgaben, also Briefe oder Berichte schreiben. Daher kann ich mir da kein Urteil erlauben.

Planmaker und BasicMaker benutze ich jedoch sehr intensiv. Erfahrungen mit Excel habe ich nur bis zur Version 2000. OpenOffice habe ich auch auf dem PC, vor allem weil sie als erste die PDF-Erstellung integriert hatten.

Ich habe bisher bei PM noch keine Funktionen vermisst. Ich kann mich an frühere Testberichte mit TM 2006 erinnern, dass die Tester schrieben, dass PM mehr Rechen-Funktionen habe und auch bei der Grafik besser ausgestattet wäre. OOo hat in diesem Punkt bei der Version 2.3 nachgerüstet, also hat scheinbar vorher was gefehlt.

BasicMaker ist bestimmt noch verbesserungswürdig, aber die Entwicklung steht ja auch erst am Anfang. Da hat VBA noch die Nase vorn, das StarBasic ist etwas schwieriger zu erlernen.

Was man auch berücksichtigen sollte, ist der Service mit diesem Forum. Man hat über die Moderatoren "Zugriff" auf die Programmierer und bei berechtigten Wünschen wird auch reagiert. Bei MS ist das undenkbar, bei OOo gibt es wohl eine Mailingliste, mit sehr engagierten Benutzern. Wünsche oder Fehler müssen in einem englischsprachigen Issue formuliert werden, das ist auch nicht jedermanns Sache.

Am Ende kommt es doch immer auf die Aufgabenstellungen des einzelnen Nutzer und natürlich den Geldbeutel an. Ich gehe mal davon aus, daß jedes Programme Funktionen besitzt, die bei den anderen fehlen. Das wird aber nur ein Nutzer feststellen, der diese Funktionen extensiv nutzt.

Ich jedenfalls bin bei meinen Aufgabenstellungen mit SM zufrieden, warte aber noch, dass DATAMAKER endlich kommt.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von greifenklau » 07.02.2008 21:52:57

@ McTesch
Hallo zuerst einmal,

das ist ja harter Tobak, den Du da hast lesen müssen. Mich interessiert zunächst einmal in welchen C-Zeitschriften (Ausgabe etc.) Du das alles gelesen hast.

Ich arbeite seit ca 6 Jahren mit SM-Office und muss sagen, dass sich da viel mehr getan hat, als bei MS. MS neuestes Office-Produkt 2007 halte ich nur noch für einen Rückschritt - solchen habe ich bei SM-Updates noch nicht feststellen können. Das Problem der Bewertungen ist ja immer der jeweilige Schwerpunkt bei den Test.

Da testet eine Computerbild seit einigen Jahren den Aldi-Medion-Computer fast ausschließlich mit Bestnoten; andere, teilweise besser performancierte schneiden schlechter ab. Falscher Test? Nein, andere Gewichtung. Computerbild testet seit ca. drei Jahren bei den Pc´s mit Schwerpunkt Multimedia. Suchst Du einen Pc mit Stereoanlage, integriertem Fernsehen, Videoschnitt, etc. dann hilft der Test; suchst etwas ohne Firlefanz, dann stehst Du im Regen.

Wenn wunderts wenn ein erstklassiger Mac im Vergleich zum Medion schlechter abschneidet, obwohl er in graphischen Anwendungen als auch in Geschwindigkeit bei der Hälfte des RAM´s der Mitbewerber, diese überirdisch hinter sich lässt.

Man muss also solche Tests über SM-Office im Detail mal lesen können, um zu sehen, was bemängelt wird (nur weil der Testfahrer bemängelt, dass der Wagen voll beladen bei 120 km/h in der Kurve anfängt zu schlingern, heißt das noch lange nicht, dass der Wagen nicht gut in der Kurve liegt - welcher Hirni fährt denn so mit seinem Wagen??)

Ich habe allerdings einen direkten Vergleich zwischen MS und SM, da ich beruflich mit MS-Office arbeiten muss. Es gibt gewisse Punkte, da hat MS noch die Nase vor. Das muss aber nicht heißen, dass diese Punkte für das Gros der User ausschlaggebend ist.

Beispiel:

Word hat eine excellente Formularverwaltung. Wer also viele aufwendige Formulare erstellen muss, hat es mit Word wesentlich leichter, obwohl auch hier TM nachgelegt hat.
Aber gleichzeitig kann ich viele Beispiele nennen, wo es sich mit TM wesentlich komfortabler, schneller und einfacher arbeiten lässt.
Überarbeite mal ein Dokument mit Word und lass Dir die Korrekturen im Dokument anzeigen. Die Infos zu den Korrekturen werden links angezeigt, das Originaldokument dadurch gestaucht und verlängert, will heißen, die Seitenformatierung (Anzahl der Seiten) ändert sich. Freude für den, der Pflichtenhefte und deren Korrekturen prüfen muss. Das ganze in TM weitaus übersichtlicher. Wer das braucht jubelt über TM, wer Formularverwaltung praktiziert jubelt noch über MS-Word.

Bei PM sieht es ähnlich aus. Einige Excelfunktionen sind (bis zum Stand von Office 2003!!) einfacher zu erreichen; Formatierungen von Zellen geht aus meiner Sicht etwas komfortabler (aber Übungssache). Die Performance bei komplizierten + großen Tabellen mit aufwendiger Formatierung und Formeln lässt zurzeit bei PM zu wünschen übrig, ist aber im Forum bereits angesprochen worden und für die nächste große Version ins Visier genommen.

So kann man noch lange fortfahren. Das größte Plus bei SM ist aber das Forum und die Präsenz des SM-Teams hier im Forum. Anregungen werden angenommen und wenn möglich umgesetzt. Der User wird hier ernst genommen. Wer das nicht zu schätzen weis, der hat noch nie die Hochnäsigkeit von MS mitbekommen. Hier kann man feststellen, dass SM wirklich nicht am grünen Tisch produziert sondern hautnah am Geschehen ist. So etwas kann man nicht hoch genug einschätzen.

Aber genug jetzt des Lobes, sonst bekommen die bei SM noch einen Höhenflug ... :wink:

Guten Abend noch allen

Gerd Schmitt
Zuletzt geändert von greifenklau am 16.02.2008 16:56:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von Jossi » 07.02.2008 23:01:57

Ich kann hier nur über TextMaker sprechen, denn was ich mit PlanMaker und Presentations mache, ist kaum der Rede wert, aber TextMaker ist mein tagtägliches Haupt-Arbeitsprogramm.
Als ich mich seinerzeit entschlossen habe, es ernsthaft mit TextMaker zu versuchen, habe ich mich ein (in Zahlen: 1) ganzes Wochenende hingesetzt und das (im Gegensatz zu den MS Office-Hilfen sehr gut lesbare, klar und verständlich geschriebene) Handbuch von vorn bis hinten durchgeackert. Danach konnte ich das Programm, und zwar nicht nur die Basisfunktionen, sondern auch anspruchsvollere Details. Versuch das mal mit MS Office oder OpenOffice! :(
Die größte Tugend von TextMaker ist aus meiner Sicht, dass das Programm wirklich nur das tut, was ich ihm sage, und mich nicht mit Automatismen nervt, die schlauer sein wollen als ich.
Was mich außerdem an TM begeistert, ist die durch den Objektmodus einmalig komfortable und elegante Handhabung von Objekten aller Art wie Textfeldern, Grafiken und Bildern. Das habe ich so noch in keinem Textverarbeitungsprogramm gefunden. Ein Layout mit grafischen Elementen zu erstellen, ist in TM die reine Freude. Ich arbeite in einer MS Office-dominierten Umgebung, und es ist mir schon mehr als einmal passiert, dass ich beim Versuch, ein etwas komplizierteres Dokument in MS Office zu überarbeiten, schier verzweifelt bin, bis ich es dann in TextMaker leicht und schnell gemacht und als .doc gespeichert habe. Ich habe MS Office zwar noch auf der Platte, benutze es aber praktisch nur noch als Proofreader, also um abschließend zu prüfen, ob das von TM erzeugte .doc in Word auch richtig dargestellt wird.
Die konsequente Weiterentwicklung der Programme und der enge Kontakt mit den Benutzern wurden ja schon genannt. Ich finde es einfach großartig, dass eine so kleine Firma wie SoftMaker es schafft, ihre Programme für so viele Plattformen und Sprachen in Schuss zu halten und ständig zu verbessern, während eine multimilliardenschwere Weltfirma wie Microsoft mit Riesenaufwand einen so fragwürdigen Sch**ß wie Office 2007 produziert.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von greifenklau » 08.02.2008 07:39:13

@Jossi
Jossi hat geschrieben:....
Was mich außerdem an TM begeistert, ist die durch den Objektmodus einmalig komfortable und elegante Handhabung von Objekten aller Art wie Textfeldern, Grafiken und Bildern. Das habe ich so noch in keinem Textverarbeitungsprogramm gefunden. Ein Layout mit grafischen Elementen zu erstellen, ist in TM die reine Freude. Ich arbeite in einer MS Office-dominierten Umgebung, und es ist mir schon mehr als einmal passiert, dass ich beim Versuch, ein etwas komplizierteres Dokument in MS Office zu überarbeiten, schier verzweifelt bin, bis ich es dann in TextMaker leicht und schnell gemacht und als .doc gespeichert habe. Ich habe MS Office zwar noch auf der Platte, benutze es aber praktisch nur noch als Proofreader, also um abschließend zu prüfen, ob das von TM erzeugte .doc in Word auch richtig dargestellt wird.
Die konsequente Weiterentwicklung der Programme und der enge Kontakt mit den Benutzern wurden ja schon genannt. Ich finde es einfach großartig, dass eine so kleine Firma wie SoftMaker es schafft, ihre Programme für so viele Plattformen und Sprachen in Schuss zu halten und ständig zu verbessern, während eine multimilliardenschwere Weltfirma wie Microsoft mit Riesenaufwand einen so fragwürdigen Sch**ß wie Office 2007 produziert.
08.01.2008 07:30
So etwas kann ich morgens hier lesen - der Tag ist gerettet!
Du hast mir voll aus dem Herzen gesprochen; die grafische Seite wollte ich gesternabend nicht mehr anschneiden, sonst wäre ich heute morgen erst ins Bett gekommen. Ich habe in 3 Minuten mit ein paar Klicks etwas in TM aufs Papier gezaubert und meinem Arbeitskollegen gezeigt. Zehn Minuten später hatte er sich die Testversion runtergeladen. Am nächsten Morgen teilte er mir mit, dass er das Programm bestellt hätte =D> - von solchen Erfolgen träumt MS ...


Gruss an alle Frühaufsteher

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von Dewes » 08.02.2008 11:29:51

Hallo Greifenklau (Gerd Schmitt),

ich weiß nicht so recht, was da starker Tobak sein soll.

Ich kann mich nicht erinnern, wo ich den Testbericht gelesen hatte, vermutlich war es das PC-Magazin, Computer BILD war es auf keinen Fall. Natürlich muss man solche Berichte kritisch hinterfragen. Es hängt ja auch immer von den eigenen Bedürfnissen ab. Im Test ging es u.a. darum, dass PM bedeutend mehr Funktionen im Finanzbereich besitzt, und das war für mich schon wichtig und ist mir deshalb auch in Erinnerung geblieben.

Ich arbeite privat und teilweise auch beruflich mit TextMaker seit der DOS-Zeit und kann deshalb schon einiges beurteilen. Beruflich waren meine Sekretärinnen immer begeistert von der gegenüber WORD einfach zu bedienenden Funktion für Serienbriefe.

Hundertprozentig einverstanden bin ich mit deinen Ausführungen über das Forum und den Service des SM-Teams, aber das hatte ich in meinen Beitrag ja schon mit anderen Worten auch ausgeführt. Ich halte das für ein wichtiges Argument bei der täglichen Arbeit.

Jeder muss aus seiner Sicht und Aufgabenstellung entscheiden, welches Office-Paket für ihn das richtige ist. Unterschiede wird es immer geben zwischen den einzelnen Paketen, aber das ist ja wie im richtigen Leben.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von greifenklau » 09.02.2008 18:40:35

McTesch hat geschrieben:Hallo,
ich weiß nicht so recht, was da starker Tobak sein soll.
...
Ich weiß nicht, ob ich das richtig lese, aber ich finde diese Urteile ziemlich vernichtend. ...
Lange Rede, kurzer Sinn: Mich würden andere Stimme aus der Community hier interessieren.
Grüßt euch.
Vernichtende Urteile sind immer starker Tobak - unabhängig davon, ob sie stimmen oder nicht. Ob es aber nur heiße Luft ist, was da manchmal qualmt, muss man im einzelnen nachlesen.

Wenn Du Dir (oder Deine Sekretärinnen) nach Prüfung Deine eigene Meinung über ein Produkt gebildet hast, ist es doch völlig schnuppe, was andere darüber urteilen. Wenn ich ein Produkt super finde, damit hervorragend arbeiten kann, wird es dann schlechter und für mich nutzlos, nur weil andere es schlecht beurteilt haben?
Was kümmert´s die deutsche Eiche, wenn sich ne Wildsau dran schabt? (frei nach Strauß)

Die Beurteilung eines Produktes ist doch nur dann überaus wichtig, wenn ich mich mit dem Gedanken trage, es zu erwerben und keine Möglichkeit habe, es vorab auf meine Bedürfnisse hin zu prüfen.

Die einzigen, die sich da noch den Kopf zerbrechen müssten, wären die Verantwortlichen von SM, da mediale Urteile auf Käuferschichten nun mal ihre Wirkung haben. Am besten stopft man aber Medienmäuler, indem man stetig sein Produkt verbessert.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von pbk » 11.02.2008 13:14:32

greifenklau hat geschrieben:Wenn Du Dir (oder Deine Sekretärinnen) nach Prüfung Deine eigene Meinung über ein Produkt gebildet hast, ist es doch völlig schnuppe, was andere darüber urteilen. Wenn ich ein Produkt super finde, damit hervorragend arbeiten kann, wird es dann schlechter und für mich nutzlos, nur weil andere es schlecht beurteilt haben?
Die Intention des Ganzen war sicherlich die Tatsache, dass es für SM sicher weniger schwer ist bestehende Kunden zu behalten als neue zu generieren oder abzuwerben.
Gerade da ist es aber sehr ungünstig, wenn man letztlich nur ein zwar durchaus funktionierendes, aber eben kein alternatives Produkt anbietet. Also das, was dort im zitierten Bericht geschrieben wurde.

greifenklau hat geschrieben:Die Beurteilung eines Produktes ist doch nur dann überaus wichtig, wenn ich mich mit dem Gedanken trage, es zu erwerben und keine Möglichkeit habe, es vorab auf meine Bedürfnisse hin zu prüfen.
Der Kunde tickt da etwas anders. Liest er bereits in einem Zeitungsbericht, dass er sich durch den Einsatz der Software nicht verbessern kann, sondern sogar noch Geld für das bezahlen soll, was OO auch kostenlos können soll, dann wird er den Teufel tun und sich das Produkt erst gar nicht mehr näher ansehen. Da reicht ihm das Urteil der "Fachpresse" völlig aus um zu erkennen, dass er mit dem Produkt nichts anfangen kann.

Die letzten Berichte, die ich gelesen habe erweckten in mir aber eher den Eindruck, als habe eine Zeitung den Artikel geschrieben und alle anderen hätten diesen nur als Vorlage für eigene Texte verwendet.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von greifenklau » 11.02.2008 20:00:46

pbk hat geschrieben: Der Kunde tickt da etwas anders. Liest er bereits in einem Zeitungsbericht, dass er sich durch den Einsatz der Software nicht verbessern kann, sondern sogar noch Geld für das bezahlen soll, was OO auch kostenlos können soll, dann wird er den Teufel tun und sich das Produkt erst gar nicht mehr näher ansehen. Da reicht ihm das Urteil der "Fachpresse" völlig aus um zu erkennen, dass er mit dem Produkt nichts anfangen kann.
Spätestens aber nachdem er OO getestet hat und sein OHA-Erlebnis hatte, wird er sich an die Alternative erinnern und vielleicht zu dem Schluss kommen, dass "kostenlos" nicht unbedingt immer die erste Wahl sein sollte. Übrigens "kostenlos" sind solche Ausflüge oftmals nicht, besonders dann, wenn ich Zeitaufwand und verlorene Dateien etc. mit einberechne. Ich kenne dieses OO noch als StarWriter aus jungen Tagen und habe damit noch unter OO bis in SuSe Vers. 10.-Zeiten gearbeitet. Manches ist gut gelöst, manches weniger gut - aber rund ist die Sache dort noch lange nicht.

Gerade die Linux-Gemeinde hat sich doch außerhalb des Server-Territoriums, wo sie ja erhebliches geleistet hat, im User-Bereich selbst ein Bein gestellt. Ich weiß nicht, wie viele Updates ich von KDE mir runtergeladen habe, da ich einfach nicht glauben wollte, dass man KDE-Office nicht vernünftig ans Laufen bringen könnte. Mit jedem Update neue Features, die kaum einer brauchte, das, was vorher funktionierte, klappte nicht mehr, dazu Abstürze gratis, ....
Das gleiche bei SuSe-Linux: Internetverbindungen die endlich liefen, waren beim nächsten SuSe-Update zum Verrecken nicht mehr zum Laufen zu bringen, usw.

So könnte man noch lange darüber philosophieren, ob "kostenlos" der Stein der Weisen sei - ich glaube es nicht mehr. Und so denke ich, dass viele im Laufe ihrer Test- und Crash-Zeiten zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen und umgeschwenkt sind. Der Trend zurück zu Qualitätsware ist überall erkennbar - bietet man nun vernünftige Preise und eine Testphase an, hat man schon die halbe Miete. Wenn ich dann in PC-Zeitschriften lese, dass z.B. SuSe in Version YX immer noch die gleichen Schwächen hat, dann hat das auf mich natürlich Wirkung - "Im Westen nichts neues". Dann sind die Verantwortlichen es aber auch selbst schuld, wenn die Käufer nie mehr zurückkehren.
pbk hat geschrieben:Die letzten Berichte, die ich gelesen habe erweckten in mir aber eher den Eindruck, als habe eine Zeitung den Artikel geschrieben und alle anderen hätten diesen nur als Vorlage für eigene Texte verwendet.
Dazu brauchte ich die letzten Berichte gar nicht mehr zu lesen, denn dieses Phänomen, dazu sogar oftmals ein wortwörtliches , habe ich schon seit mehreren Jahren feststellen können. Meistens sind es die Zeitschriften, die aus einem Verlag stammen. Das ist schon sehr ärgerlich und zeugt aus meiner Sicht von einer wenig professionellen Redaktionstätigkeit.


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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von McTesch » 18.02.2008 14:27:18

Hier mal zwei konkrete Beispiele, die ich typisch finde:

http://www.pcwelt.de/start/software_os/ ... ts/147042/
und
http://news.idealo.de/news/13349-chip-0 ... estet.html

Vielleicht lese ich's zu negativ, aber heißt das Gesamtergebnis nicht jeweils:
Nicht übel - aber das gibt's auch kostenlos und besser

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von EKühne » 18.02.2008 15:00:36

Hallo,

SM kenne ich seit 1991 unter DOS. Dann hatte und habe ich auf Arbeit MS-Office und habe mir das auch privat gekauft. MS-Office 2003 nervt mich mit seinen Formatierungen.
Als eine Word-Datei nicht mehr beherrschbar war und nur noch unhandelbare Nummerierungen und Formatierungen zeigte, erinnerte ich mich an SM Office. Ich lud mir die Testversion, öffnete meine verkorksten Word-Dateien in TM und brachte diese mit TM in Ordnung!
Dann habe ich SMOffice bestellt und mich hier im Forum angemeldet.
Ein Office, das tut was es soll,
ein Forum mit direkten Kontakt zu den Entwicklern,
Nutzer, die mit ihren Problemen und Wünschen ernst genommen werden,
sind mehr, als man weltweit in der IT erwarten darf.

Ich lese jedes Jahr viele studentische Beleg- und Diplomarbeiten "im Word- Quelltext" und sehe, womit sich Nutzer so herumschlagen und was sie so alles falsch machen.
SM-Office als Programm, das genau das tut, was es soll, wäre für jeden dieser Nutzer die bessere Wahl gewesen!

Die beiden Berichte oben in den Links kenne ich und finde es schade, dass von den Testern das Wesentliche an SM-Office nicht erkannt wurde:
korrekte Funktionen, integrierte Datenbank, Thesaurus, Duden.
Die Kompatibilität zum Rest der Welt kommt dann noch oben drauf.

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von greifenklau » 18.02.2008 16:53:46

McTesch hat geschrieben:Hier mal zwei konkrete Beispiele, die ich typisch finde:

http://www.pcwelt.de/start/software_os/ ... ts/147042/
Ich habe mir beide Testkommentare durchgelesen und bin beruhigt. Ganz beruhigt wäre ich, wenn man mir bestätigen könnte, dass alle negativen Testkommentare inhaltlich so aufgebaut sind. Bei dem Kommentar in der PC-Welt kann sogar der Nichtfachmann erkennen, dass der Tester nach der Installation ein paar Festures angeklickt hat, die Fensterlein betrachtet und ganz schnell sein geweihtes Pfui über das vorliegende Werklein ausgespuckt hat (frei nach Lichtenberg) . Diese Person hat mitnichten irgend etwas Tiefergehendes mit SM-Office getestet.
Ich war kurz davor dort einen Kommentar zu schreiben und zu anzufragen, ob es der PC-Welt schon so schlecht geht, dass sie auf das letzte Aufgebot aussortierter Redakteure zurückgreifen muss - aber man sollte sich mal wieder anmelden - und da habe ich es eben gelassen.
Dieses Geschreibsel eines Dünnbrettbohres in idealo will ich eigentlich nicht kommentieren.:mrgreen:
McTesch hat geschrieben:Vielleicht lese ich's zu negativ, aber heißt das Gesamtergebnis nicht jeweils:
Nicht übel - aber das gibt's auch kostenlos und besser
Aussage 1: Weiß ich nicht, vielleicht denkst Du anders, wenn Du mehr mit SM-Office gearbeitet hast. :wink:
Aussage 2: Ja, das ist die Aussage - aber sie ist schlichtweg falsch (siehe dazu obige Kommentare der anderen Forumsmitglieder) - und, ob solche Kommentare irgendwo stehen oder in Indien fällt ein Sack Reis um .... :!:

PS: Übrigens - PC-Welt ist ein Chorknabe von Billy Gates (so schöne Loblieder singt kaum einer) :-({|=

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von Büssen » 18.02.2008 17:34:28

greifenklau hat geschrieben: PS: Übrigens - PC-Welt ist ein Chorknabe von Billy Gates (so schöne Loblieder singt kaum einer) :-({|=Gerd Schmitt
Jetzt muss ich mich ja auch schämen, da ich ich die PC-Welt schon seit Jahren abonniert habe. Ich singe aber nicht für Bill Gates, übrigens habe ich auch nicht das Alter für einen zünftigen Chorknaben!

Gruß,
D. Büssen
Freundliche Grüße
D. Büssen

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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von Jossi » 18.02.2008 18:19:03

@EKühne:

Du sprichst mir aus der Seele. Was du schreibst, trifft genau den Punkt (und deckt sich vermutlich mit den Erfahrungen vieler anderer Nutzer). Schade ist nur, dass nicht mehr Word-Opfer den Mut aufbringen, einmal etwas anderes und vielleicht Besseres zu erproben. Das wäre auch ein "Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit".

Freundlichen Gruß
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Re: Testergebnisse für Softmaker 2008 immer sehr zwiespältig

Beitrag von greifenklau » 18.02.2008 18:54:59

Büssen hat geschrieben:
greifenklau hat geschrieben: PS: Übrigens - PC-Welt ist ein Chorknabe von Billy Gates (so schöne Loblieder singt kaum einer) :-({|=Gerd Schmitt
Jetzt muss ich mich ja auch schämen, da ich ich die PC-Welt schon seit Jahren abonniert habe. Ich singe aber nicht für Bill Gates, übrigens habe ich auch nicht das Alter für einen zünftigen Chorknaben!

Gruß,
D. Büssen
Das wollte ich auch nicht damit sagen - ich schrieb ja, dass die PC-Welt und nicht ihre Leser ein Chorknabe(n) ist/sind. Ich habe die PC-Welt auch lange Zeit gelesen, nur irgendwann gingen mir die MS-lastigen Softwaretest und das Win-Gesülze dermaßen auf den Senkel, dass ich mich verabschiedet habe.
Es würde auch nichts nützen, wenn Du Billy ein Ständchen bringen würdest - die Leviten lesen wäre wohl besser angebracht, aber ob das was nützt?

Gruß Gerd
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