Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

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ql_freak
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Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von ql_freak » 06.11.2015 03:00:49

Ich werde von SoftMaker Office wieder zu StarOffice (letzte Version, 9.x oder so) zurück wechseln.SoftMaker Office ist ein tolles Programm, ich habe (allerdings nur mit TextMaker) viel gemacht (mindestens 25 Dokumente). TextMaker scheint mir deutlich besser zu sein als Microsoft Office, aber StarWriter von StarOffice/OpenOffice/LibreOffice kann halt doch noch einiges mehr.

Nachdem ich mit TextMaker eigentlich sehr zufrieden bin, möchte ich doch mal die Gründe benennen, warum ich wieder zu StarOffice (ersetze StarOffice im folgenden auch durch OpenOffice, LibreOffice) zurück wechsle.

Silbentrennung:

Ist bei TextMaker nicht gut gelöst. Entweder automatisch oder gar nicht. Bei StarOffice kann man einen Text schreiben und danach die Silbentrennung halbautomatisch durchführen lassen (siehe Silbentrennung - nicht automatisch sondern manuell?. Dieses Fehlen einer halbautomatisch unterstützten Silbentrennung ist das größte Manko von TextMaker und eine sehr große Erleichterung von StarOffice.

Die vollautomatische Silbentrennung produziert einfach teilweise Trennungen, die einen Absatz unmöglich erscheinen lassen, oder trennt z. B. "Postgre=SQL". PostgreSQL ist ein Eigenname und darf nicht getrennt werden. Prinzipiell sollte TextMaker nichts trennen, was er nicht mit Trennungsangaben [wie im Duden - steht da PostgreSQL drinnen?] findet. Weiterhin hat sie bei mir nicht wirklich funktioniert. Ich hatte einen Absatz bei dem ein Wort (glaube "automatisch" oder so) nicht getrennt wurde (bei automatischer Silbentrennung), obwohl ein Wort davor und eines danach (im selben Absatz[!]) getrennt wurde. Das Ergebnis sah einfach Sch... aus. Außerdem sollte man natürlich, wenn man Wörter in ein Wörterbuch aufnimmt, auch die Trennstellen angeben können (wie bei StarOffice mit "=" [trenne=hier]).

Makros (BasicMaker): Funktioniert eigentlich gut, habe einige Makros geschrieben, auch mein Makro, das das aktuelle Datum in ein Dokument einfügt (als normalen, editierbaren Text) habe ich relativ schnell hinbekommen - sogar mit automatischer Ersetzung eines speziellen Strings. Genau so wie zuvor in StarOffice und danach für Microsoft Word (was ich selbst zu Hause nicht nutze, aber installiert habe - Version 2003 oder so).

ABER: Sowohl in StarWriter wie auch bei Word kann ich selbst geschriebene Makros bestimmten Ereignissen zuordnen. Bei TextMaker geht das nicht - ich habe zumindest nichts gefunden, und auch im Forum konnte mir niemand eine Lösung nennen. Bei meinem "Datumsmakro" habe ich mir eine Vorlage angelegt (in StarWriter und auch Word), die beim neu Erstellen eines Dokuments aus einer Vorlage (und nur dann, wird das Dokument danach geöffnet, wird nichts geändert) einen bestimmte String (der normalerweise nie in einem Text auftaucht) suchen, und diesen durch das aktuelle Datum ersetzen (es ist nach der Ersetzung ganz normaler Text, kein Feldbefehl oder so). Bei TextMaker muss ich immer erst dieses Dokument aus der Vorlage erstellen, und danach das Makro manuell starten. Das kann man zum einen leicht mal vergessen (Telefonanruf kommt dazwischen) und außerdem kostet es jedes mal doch mindestens 10 Sekunden.

Außerdem: In StarOffice funktionieren meine Makros auch unter anderen Betriebssystemen (z. B. Linux). Ist mir im Moment nicht so wichtig, aber ich habe hier auch Debian installiert und will evtl. mal irgendwann zu Linux wechseln - mit TextMaker ist mir der Weg zur Zeit verbaut.

Für mich (und vermutlich viele andere) hat StarOffice auch noch einen weiteren, IMO nicht unwichtigen Vorteil:

Ich kann damit meine alten StarOffice-Dokumente öffnen (Version bis 5.2, z. B. .SDW, .SDC, ...). Da ich StarOffice (StarWriter) seit der Version 1.0 für Windows (seit 1993) benutze, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. (Anmerkung: Die neuesten Versionen von LibreOffice und StarOffice unterstützen die alten Formate auch nicht mehr :-|)


Last but not least ist mir TextMaker etliche male abgestürzt, und ich habe dadurch Arbeitszeit verloren (da ich häufig sichere, war das zum Glück nicht viel) - das habe ich bei StarWriter zuletzt bei der Version 5.2 erlebt (da leider häufiger).

Ich finde SoftMaker Office immer noch als eine der besten Office Suiten und IM(H)O (zumindest TextMaker, die anderen Komponenten kenne ich nicht so gut) besser als Microsoft Office (kann da natürlich nur als Einzelanwender urteilen - in Firmenumgebungen gibt es evtl. andere Einschränkungen, die ich nicht beurteilen kann), aber an StarOffice (Open/LibreOffice) kommt es zumindest bei der Textverarbeitung noch nicht ran (und mit SSD startet StarWriter fast genau so schnell wie TextMaker).

Ich werde SoftMaker Office in jedem Fall im Auge behalten (weil mir Open/LibreOffice nicht wirklich gefällt, im Gegensatz zu StarOffice). Aber im Moment ist für mich StarOffice noch die bessere Lösung.

p.s.: Eine gute Entscheidung war IMHO diese proprietäre E-Mail-Lösung (die ja eh' zugekauft war) aufzugeben und auf Thunderbird zu setzen - gefällt mir deutlich besser (wobei ich mangels der 2016er Version ja nur den normalen Thunderbird kenne - Nachtrag: Laut eurer E-Mail kann ich mir den jetzt ja auch als SoftMaker 2012-Kunde holen :-)).

p.p.s.: Und eine richtige Datenbank fehlt in SoftMaker Office leider auch :-| Es gibt mittlerweile so viele Open Source RDBMSe (z. B. PostgreSQL, und sogar MS SQL Server bekommt man umsonst - langt für private Nutzung locker aus). Es kann doch nicht so schwierig sein, dafür ein Frontend wie "StarBase" zu schreiben, das (z. B.) ODBC unterstützt.
MfG Peter
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von greifenklau » 06.11.2015 09:26:54

Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Ich habe parallel LibreOffice (5.x) auf meinem Mac und muss sagen, dass es zwar viel anbietet, aber nicht alles funktioniert. Ich habe in Calc eine Datei mit drei Tabellen angelegt, in denen Bezüge zueinander stehen. Diese verschwinden aus nicht nachvollziehbaren Gründen. Im Formularbereich angelegte Kästchen zum Abhaken verschwinden regelmäßig nach dem Abspeichern, sowohl im ods- als auch im xls-Format. Calc ist so nicht zu gebrauchen.
Base ist aus meiner Sicht eine Baustelle, sonst nichts. Writer geht so, aber umfangreiche Dokumente würde ich ihm nicht anvertrauen; zuviele nichtnachvollziehbare Abstürze.
Obwohl ich SMO unter einer CrossOver Umgebung laufen habe, wo auch nicht alles glänzt, habe ich dennoch weniger Probleme.
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von ReneW » 06.11.2015 09:49:44

@ ql_freak

Das Problem bei SMO ist das strickt nach Duden gearbeitet wird, was nicht im Duden steht gibt es nicht, das ist bei vielen Eigennamen (offizielle Berufsbezeichnungen etc.) so.

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Panosis » 06.11.2015 19:33:29

Zum Thema Silbentrennung möchte ich doch auch etwas anmerken, zumal aus meiner Sicht die Silbentrennung zu den Kernaufgaben einer Textverarbeitung gehört und auch eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt ist. Im Gegenzug zu einer guten Silbentrennung verzichte ich gern auf gewisse Automatismen (die oft genug dann doch nicht gar so automatisch funktionieren) oder auf manche "graphische" Möglichkeiten, die zwar nett aussehen und sich in der Werbung gut machen, aber für den Satz von Texten im Grunde überflüssig sind.
Ich weiß nicht, wer Erfahrungen mit dem Textsatzsystem Tustep hat. Dieses stammt von der Universität Tübingen und genießt ein gewisses Renommee. Nach eigenen Angaben soll dessen Silbentrennung zu 99,9% richtige Ergebnisse liefern. Meine Erfahrung damit ist die, dass Tustep z. B. im selben Textabschnitt ein Mal "Apo-stel" trennt und wenig später "Apos-tel". Ein Eingriff von Hand war nötig, und anders als In TextMaker hilft eine Änderung allgemeiner Einstellungen nicht, denn es gibt keine.
Ich habe auch einen Vergleich der Silbentrennung mit dem ebenfalls renommierten und von manchen Leuten als so ziemlich das Beste im Bereich der Satzsysteme angesehenen TEX angestellt und einen Satz aus TEX mit TextMaker nachgestellt. Ergebnis: TextMaker stellte genau gleich dar und machte dieselben Worttrennungen wie TEX. Hätte ich eine andere Einstellung gewählt, wäre das Ergebnis von TextMaker zwar anders als jenes von TEX gewesen, aber nach meinem Empfinden (gut, dieses stellt keinen allgemeingültigen Maßstab dar, denn de gustibus non est disputandum) typographisch besser.
Nun zu einigen konkreten Punkten: Möchte man vorerst keine Silbentrennung, braucht man diese nur unter Weiteres/automatische Silbentrennung auszuschalten, später kann man sie wieder einschalten. Wer will, kann das Symbol auf eine Leiste legen oder ein Tastenkürzel definieren.
Man kann ferner problemlos an bestimmten Stellen eine manuelle Trennung eingeben, die in der Regel auch beachtet wird. Hat man also ein Wort wie "automatisch", hilft meist schon eine manuelle Trennung, damit das Wort umgebrochen wird.
Möchte man umgekehrt, dass ein Wort nicht getrennt wird, dann kann man es markieren und in den Zeicheneigenschaften einfach die Sprache auf "keine" stellen.
Je nach dem kann man (auch in einzelnen Absätzen) die Trennung in jeder Zeile, in jeder 2. oder 3. Zeile wählen. Für Texte, die zum fortlaufenden Lesen bestimmt sind, ist nach meiner Meinung die 3-Zeilen-Trennung oft besser und schöner als die zwanghafte Trennung in jeder Zeile. Nach einer alten Setzerregel sollte ohnehin spätestens nach drei oder vier (darüber streitet man sich, ich bevorzuge 3) Trennungen am Zeilenende eine Zeile ohne Trennung folgen, weil sonst im Meer der Trennstriche die neue Zeile schlecht gefunden werden kann.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es bei der Silbentrennung noch dies und jenes gibt, was verbessert werden kann, wozu ich auch bereits Vorschlage unterbreitet habe (die Suchfunktion führt zu diesen Vorschlägen). Doch insgesamt scheint mir die Trennung von TextMaker schon sehr gut und in derselben Liga wie eben Tustep und TEX.
Zuletzt geändert von Panosis am 07.11.2015 10:25:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von allegro:it » 06.11.2015 20:12:46

Panosis hat geschrieben: Möchte man umgekehrt, dass ein Wort nicht getrennt wird, dann kann man es markieren und in den Zeicheneigenschaften einfach die Sprache auf "keine" stellen.
Das ist ein Punkt, der mich ständig nervt in TextMaker. Es ist nicht möglich TM mitzuteilen, das bestimmt Worte wie Eigennamen oder Produktbezeichnungen generell, überall und in jedem Text, nicht getrennt werden sollen. Da ist die beschrieben Methode weniger zielführend.
Es spielt auch keine Rolle, ob alternative Produkte das können oder nicht, man könnte es einfach machen.

Irgendeine Textverarbeitung konnte das mal, evtl war das der Starwriter 5 oder 6 für DOS, alles schon so lange her.
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von teddy4you » 07.11.2015 11:24:10

Hallo,
ich nutze Textverarbeitungsprogramme schon seit etwa 30 Jahren. Dabei habe ich viele Programme einige davon intensiv genutzt. Wie bei fast allen Programmen gibt es immer gewisse Abstriche, wo das eine Proggi etwas besser gelöst hat, als das andere. Da muss jeder für sich entscheiden, was will man und was ist einen persönlich wichtig.
Ich bin diesen Simmer bewusst auf SMO 2016 umgestiegen. Vorher hatte ich seit 2003 das Office-Paket von MS.
Auch bei anderen Programmen ist die Silbentrennung nicht immer optimal. Ich für meinen Teil arbeite schon seit Jahren ohne diese Funktion. Wenn man diese verwendet, muss man sicher mit dem einen oder andern Kompromiss leben. Für mich habe ich die Lösung erwogen, wenn doch Silbentrennung, dann mache ich es von Hand. Dann ist es immer so, wie ich es will.
Die anderen Suiten können das aber sicher auch nicht unbedingt besser.
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Jossi » 07.11.2015 11:54:49

allegro:it hat geschrieben:Es ist nicht möglich TM mitzuteilen, das bestimmt Worte wie Eigennamen oder Produktbezeichnungen generell, überall und in jedem Text, nicht getrennt werden sollen.
Die Möglichkeit, im Benutzerwörterbuch vorgegebene Trennungen einzutragen, fehlt TextMaker. Dann könnte man, ebenso wie das jetzt schon im Text möglich ist, die Nicht-Trennbarkeit eines Wortes dadurch markieren, dass man vor dem ersten Buchstaben eine Trennung einträgt (das ist übrigens einfacher als die Alternative, das Wort zu markieren und auf „keine Sprache“ zu setzen).

(@SoftMaker: Das ist ein Featurewunsch...)

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Panosis » 07.11.2015 11:59:19

Jossi hat geschrieben:Die Möglichkeit, im Benutzerwörterbuch vorgegebene Trennungen einzutragen, fehlt TextMaker. Dann könnte man, ebenso wie das jetzt schon im Text möglich ist, die Nicht-Trennbarkeit eines Wortes dadurch markieren, dass man vor dem ersten Buchstaben eine Trennung einträgt (das ist übrigens einfacher als die Alternative, das Wort zu markieren und auf „keine Sprache“ zu setzen).

(@SoftMaker: Das ist ein Featurewunsch...)
Dieser Wunsch wurde bereits angemeldet, soweit ich mich erinnere. Auf eine vereinfachte Kennzeichnung eines Wortes als Name hatte ich auch bereits angetragen. Das wird auch gewiss auf einer Liste stehen, nur sind wohl andere Punkte auch noch wichtig, ich erinnere z. B. an die Probleme mit dem OLE-System, die es immer noch gibt (wobei ich nach wie vor dazu rate, OLE ganz zu meiden, weil das System an sich auf einem grundlegenden Denkfehler beruht). Ich meine also, dass wir diesbezüglich "den Fuss in der Türe" haben.

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Trendpeiler » 07.11.2015 13:26:24

Hallo.

TextMakers Silbentrennung finde ich akzeptabel.
Mit der aktivierten automatischen Silbentrennung - verbunden mit weicher Silbentrennung kommt man schon sehr weit.

Einerseits könnten der automatischen Silbentrennung in TextMaker noch einige optionale Einstellungen hinzugefügt werden andererseits trifft man abhängig vom schriftlichen Projekt auf Forderungen das eine oder andere Textdokument ohne eingeschaltete Silbentrennung zu erstellen. So verhält es sich bspw. bei Normseiten. Es stellt sich dann evtl. einfach die Frage nach Aufwand und Nutzen.
Den Feature Wunsch (s. Panosis) würde ich unterstützen, wobei es bestimmt noch Wichtigeres gibt, was auf Umsetzung wartet. Aber das ist ja hier jedem klar ...

Viele Verlage verfügen über leistungsfähigere Skripte, die dann die eingereichten Textdateien entsprechend bearbeiten. Sehr wahrscheinlich kann da kein Textverarbeitungsprogramme mithalten.
Und auch wenn man sein Projekt (z. B. Buch) in die Druckerei bringt, wünscht man sich dort oft, dass die Textdatei ohne Silbentrennung daherkommt. Grund: Einige deren eingesetzte Programme haben offenbar Probleme Silbentrenninformationen in der Datei fehlerfrei zu interpretieren.
Es gibt da wohl auch Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben die Silbentrennung (Worttrennung) für das eingereichte Projekt vorzunehmen - gegen Geld.


Viele
Grüße Trendpeiler

Panosis
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Panosis » 07.11.2015 16:44:18

Meine Wenigkeit hatte auch öfter mit Verlagen, Setzereien und Druckereien zu tun, doch die Forderung nach "Normseiten" oder nach Dateien ohne Silbentrennung ist mir nie begegnet. Auch dass Satzprogramme etwa in einer Word-Datei o. dgl. enthaltene Silbentrennungen nicht erkennen könnten, ist mir nie begegnet.
Es gibt heute grundsätzlich zwei Wege, zu einer gedruckten Ausgabe zu kommen: Der eine Weg führt über Verlag, Setzerei und Druckerei. Dabei gilt die Faustregel: Lege eine Datei an, die alles enthält, was auch in RTF gespeichert werden kann. Damit lassen sich z. B. Hervorhebungen im Text, Grade der Überschriften usw. festlegen. Je nach dem müssen noch einige Angaben in einer vom Verlag oder vom Setzer vorgegebenen Codierung ergänzt werden, was individuell ist. Den Rest macht dann eben der Setzer, und eine Kontrolle der Probeabzüge und Prüfdrucke ist nötig, die dann von Hand erfolgt.
Der zweite Weg ist der, dass einer Druckerei eine PDF mit ausreichender Auflösung (Text, Linienelemente u. dgl. sind da nicht problematisch, jedoch graphische Inhalte) geschickt wird, die im Grund direkt der Druckmaschine verfüttert werden kann. Dann ist es aber grundsätzlich egal, mit welchen Hilfsmitteln man die PDF erstellt, denn diese beschreibt ja eindeutig, wie die zu druckenden Seiten aussehen sollen. Das ist letztlich auch alles, was die Druckmaschine wissen muss.

Trendpeiler
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Trendpeiler » 07.11.2015 17:59:30

Hallo Panosis.

Hier eine geraffte (auch nachvollziehbare) Zusammenstellung.

Auszug zur Anforderung der Normseite.
"Die Normseite ist immer im Flattersatz zu formatieren, und Wörter werden am Zeilenende nicht getrennt. Die automatische Silbentrennung der Textverarbeitung ist daher abzuschalten." Quelle: http://www.literaturcafe.de

Wunsch einer Druckerei.
Ich (Trendpeiler) schreibe seit einigen Jahren Bücher - meine Druckerei wünscht ausgeschaltete Silbentrennung. Und so schreibe ich mit ausgeschalteter Silbentrennung.

Ein DTP-Programm.
Und hier mal noch auf die schnelle ein recht bekanntes Programm, welches offenbar mit der (eigenen?) Silbentrennung so seine Probleme zu haben scheint:
"Ich hatte ja schon immer Probleme mit der Silbentrennung in Indesign. Was sich jetzt aber bei CS6 abspielt, spottet jeder Beschreibung. Indesign will nicht trennen. Aber plötzlich, oft nach einer harten Zeilenschaltung, werden ein, zwei Worte getrennt. Dann wieder nicht. Bei gleichen (duplizierten) Textfeldern! Quelle: https://www.psd-tutorials.de

Auszug aus einer Manuskriptrichtlinie - Verein.
"Der reine Text (ohne Tabellen und Abbildungen!) soll unformatiert (ohne Unterstreichungen, Fettdruck, Einrückungen u. ä.) als linksbündiger Fließtext ohne Silbentrennung vorliegen (WordDokument, 1 ½-zeilig, Schriftgrad 12, bevorzugt Times New Roman, Seiten und Zeilen fortlaufend nummeriert, mit 4 cm linkem Rand). Fußnoten sind zu vermeiden." Quelle: http://www.tuexenia.de

Auszug aus einer Manuskriptrichtlinie - Verlag.
"Der Text muss nicht aufwändig formatiert sein. Bei Interesse und entsprechender Erfahrung kann jedoch beim Verlag eine Dokumentvorlage mit allen notwendigen Formatvorlagen (Überschriften, Merksätze, Literatur etc.) angefordert werden. Bitte benutzen Sie kein Silbentrennungsprogramm und fügen Sie keine manuellen Worttrennungen mit normalem Bindestrich, keine Tabulatoren, keine so genannten "weichen Zeilenschaltungen" (Tastenkombination Shift + Enter) und keine manuellen Seitenumbrüche ein." Quelle: http://www.quintessenz.de/


Viele Grüße
Trendpeiler

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Panosis » 07.11.2015 18:04:34

Nun ja, wer sich auf solche Verlage einlässt, darf sich auch nicht wundern - beschweren schon gar nicht.

Meine Publikationsliste ist veröffentlicht. Wer will, darf sie sich gerne ansehen (die Publikationen natürlich auch).

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Trendpeiler » 07.11.2015 19:16:07

Panosis hat geschrieben:Nun ja, wer sich auf solche Verlage einlässt, darf sich auch nicht wundern - beschweren schon gar nicht.

Hallo Panosis.

Wenn vorgegeben wird keine Silbentrennung zu benutzen, würde ich denken: supi. Wieder eine Sorge weniger. Da ist es egal, wer (Verlag, Verein, Institut, ...) das vorgibt bzw. wünscht. Es wird sich vermutlich niemand wundern oder gar beschweren - warum auch.

Mit Verlagen direkt habe ich nichts zu tun.
Mir ist dieser Umstand durch vereinzelte Gespräche bei Präsentationen - und da auch eher nebenbei - seit längeren bekannt geworden.

Ich persönlich bevorzuge selbstverständlich die Arbeit mit eingeschalteter automatischer Silbentrennung, egal, mit welcher Textverarbeitung ich gerade arbeiten muss.
Mich würde es freuen, wenn die von dir (und anderen) gewünschte Erweiterung für TextMakers Silbentrennung irgendwann kommt.


Viele Grüße
Trendpeiler

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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von ql_freak » 08.11.2015 02:28:06

Antwort vom Thread-Ersteller:

Ich möchte einfach folgendes:

Eine halbautomatische Silben- und Rechtschreibtrennung, bei der ich bei jeder "Trennung"/"Korrektur" aufgefordert werde, diese zu bestätigen und ändern kann (bei Silbentrennung z. B. die nach weiter vorne verschieben zu können). Seht euch einfach StarOffice (und wirklich StarOffice) an (bei Open/LIbreOffice weiß ich nicht, ob deren Wörterbücher was taugen).

Da kann ich einen Suchlauf starten, der mir alle Rechtschreibfehler anzeigt (die ich dann wenn nötig korrigieren kann), ähnlich ist es bei der Silbentrennung (die Trennung kann man nach vorne verschieben, aber die richtigen Trennstellen werden angezeigt - man kann nicht falsch trennen [falls das Wörterbuch nicht falsch ist]). In StarOffice kann ich bei Wörtern, die ich in das Wörterbuch aufnehme auch angeben wo getrennt werden darf (mit "="), geht irgendwie bei TextMaker auch nicht.

Nächstes Problem wäre dann das mit den Makros, was in StarOffice einfach besser gelöst ist (aber damit könnte ich zunächst erst mal leben).

SoftMakerOffice hat inzwischen ein viel größeres Problem: Es war lange Zeit das einzige vollwertige Office-Paktet für Android. Aber seit längerem gibt es AndroidOpenOffice (AOO) - und das ist mittlerweile auch auf Handies benutzbar und nicht schlecht (z. B. virtuelle Maus, die man bei Bedarf ein-/ausblenden kann).
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Re: Habe zu StarOffice 9 zurück gewechselt. Gründe siehe folgenden Beitrag:

Beitrag von Panosis » 08.11.2015 10:31:30

Eigentlich wollte ich dazu nichts mehr sagen, doch der letzte Beitrag provoziert mich doch zu einer kurzen Antwort:

Was in aller Welt soll eine "Rechtschreibtrennung" sein, und erst noch eine "halbautomatische"? Wenn es um eine Rechtschreibkorrektur geht, dann handelt es sich um das Eintreten offener Türen: TextMaker besitzt bereits eine Rechtschreibkorrektur, und wahlweise kann man sich dafür entscheiden, mit dem Duden Korrektor, mit der SoftMaker-eigenen Rechtschreibkorrektur oder mit jener von Hunspell, die ein gewisses Renommee hat, zu arbeiten. In allen drei Fällen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man kann die Rechtschreibkorrektur ganz ausschalten (was u. U. bei schnellem Tippen von Text durchaus sinnvoll ist, korrigieren kann man ja auch nachher noch), man kann sie von Hand vornehmen oder automatisch im Hintergrund durchführen lassen. Weiter gibt es einige Optionen, wann und wie was korrigiert werden soll. Dabei ist es auch möglich, die halbautomatische Rechtschreibkorrektur aufzurufen, die einem der Reihe nach alle als fehlerhaft oder möglicherweise fehlerhaft erkannten Stellen auflistet, Korrekturvorschläge anbietet und einem die Wahl lässt, auf Korrektur zu verzichten, die vorgeschlagene Korrektur zu übernehmen, eine andere als möglich bezeichnete Korrektur zu übernehmen oder eine eigene einzugeben und übernehmen zu lassen. Unbekannte Wörter können dabei auch ins Wörterbuch übernommen werden.
Kurz gesagt: Eine halbautomatische Rechtschreibkorrektur gibt es bereits. Wenn daran etwas verbessert werden kann, dann bitte ich um konkrete Vorschläge. "StarOffice Nachbauen" ist nicht wirklich hilfreich, zumal es auch noch ein Urheberrecht gibt.

Zu einer "halbautomatischen Silbentrennung" möchte ich nur folgende Bemerkung anbringen: Gut, das kann man sicher machen. Ob danach ein breiter Bedarf der Nutzer besteht, bezweifle ich. Es ist einfach nicht der Sinn einer Silbentrennung, dass man in einem längeren Text alle Trennungen von Hand eingeben oder bestätigen muss. Bei einem Text von hundert oder zweihundert Seiten mag das noch funktionieren, ich hatte aber auch schon Werke mit 2000 Seiten vor mir, und da geht das nicht, vor allem wenn man unter Zeitdruck Korrekturlesen muss. Dann kann ich mich nur darauf beschränken, im Ausdruck wirklich fehlerhafte, krass unschöne oder zu häufige Trennungen zu suchen und zu markieren, damit diese nachher noch verbessert werden können. In allen übrigen Punkten muss ich mich auf eine vollautomatische Trennung verlassen können. Daher geht meine persönliche Präferenz dahin, die automatische Silbentrennung wo nötig zu verbessern.

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